Intermittierendes Fasten – Abnehmen allein mit dem Essrhythmus

Intermittierendes Fasten oder IntervallfastenIntermittierendes Fasten oder Intervallfasten ist eine Ernährungsform, bei der sich Zeiten der Nahrungsaufnahme und des Fastens in einem konstanten Rhythmus wiederholen.

Die kalorienfreien Fastenperioden sind auf 16-24 Stunden begrenzt. Intermittierendes Fasten ist also kein Fasten im üblichen Sinn, sondern eine zeitliche Verschiebung der Nahrungsaufnahme mit extrem positiven Folgen auf Stoffwechsel, Gesundheit, Körpergewicht, Lebensqualität, Lebensdauer und Alterungsprozess.

Intermittierendes Fasten (lat. intermittere „unterbrechen, aussetzen“) wird auch als Intervallfasten, intermediäres Fasten, Teilzeitfasten, alternierendes Fasten oder periodisches Fasten bezeichnet.

Inhalt

Was bringt intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten ermöglicht das Abnehmen ohne Diät und das Abnehmen ohne JoJo-Effekt und gilt deshalb als die neue Strategie zur Gewichtsreduktion. Durch Intervallfasten wird Abnehmen leicht gemacht, vor allem das Abnehmen am Bauch.

Intermediäres Fasten ist aber nicht nur deshalb ein Boom, weil man damit seine Idealfigur erreichen kann. Intervallfasten reduziert auch das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs, wirkt gegen vorzeitige Alterung und kann das Leben erheblich verlängern.

Zahlreiche Studien belegen, dass intermittierendes Fasten gegen bakterielle und virale Infektionskrankheiten, Pilzerkrankungen, Rheuma, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose (MS), Diabetes Typ II, chronischen Schmerzen, Migräne, Fettleber, Asthma, saisonale Allergien, Osteoporose, Hitzewallungen in der Menopause, Depressionen, chronischen Stress und Schlafstörungen wirksam ist.

Wie ist es möglich, dass intermittierendes Fasten gegen beinahe jede Krankheit zu wirken scheint? Ist Intervallfasten ein Allheilmittel?

Intermittierendes Fasten – Ernährungsplan unserer Ahnen

Wir sind es gewohnt, drei- bis fünfmal am Tag zu essen. Von dem Luxus permanenter Verfügbarkeit energiereicher Lebensmittel, sei es im Kühlschrank oder im Supermarkt um die Ecke, konnten unsere Urahnen nur träumen. Bei den Jägern und Sammlern war es üblich, zwischen den Mahlzeiten einen oder mehrere Tage lang nichts zu essen. Intermittierendes Fasten ist die natürliche Ernährungsweise unserer Ahnen, auf die unser Stoffwechsel seit Urzeiten justiert ist.

Fasten ist so gesund, dass es in beinahe allen heiligen Schriften und Traditionen aller Kulturen verankert wurde.

Die Bibel erwähnt das 40 Tage Fasten von Jesus in der Wüste. Deswegen gibt es bei den Christen die 40 Tage Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostersamstag – die 6 Sonntage dazwischen sind fastenfrei.

Im Koran ist der Fastenmonat Ramadan einer der fünf Grundpfeiler des Islam. Fastenbeginn ist im 9. Monat des Mondkalenders von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Gläubige Muslime in Mecca praktizieren seit über 1000 Jahren einmal im Jahr intermittierendes Fasten mit einer täglichen Fastendauer zwischen 13,5 und 10,5 Stunden. Das Abendessen nach der täglichen Fastenperiode nennt man das Fastenbrechen.

Die Tora beschreibt, dass Moses vor dem Empfang der heiligen Schrift auf dem Berg Sinai 40 Tage lang gefastet habe. Die meisten Juden fasten am Jom Kippur, dem „Versöhnungstag“, und einigen anderen Tagen des Jahres. Wie beim intermittierenden fasten ist die Fastendauer bei den Juden auf eine Maximaldauer von 25 Stunden begrenzt.

Fasten ist seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil aller Kulturen und Religionen, um den Körper zu heilen, den Geist zu schärfen und die Seele zu läutern. Aber nur weil die meisten Menschen seit Jahrhunderten fasten, muss intermittierendes Fasten nicht unbedingt ein Allheilmittel sein. Was sagt die Wissenschaft zur Wirksamkeit des Intervallfastens?

Wie funktioniert intermittierendes Fasten überhaupt?

Intermittierendes Fasten – Plan und Anleitung

Der Zeitplan für intermittierendes Fasten ist genauso einfach wie flexibel und deshalb für jeden praktikabel und alltagstauglich. Auf Zeitabschnitte normaler Ernährung folgen Zeiten, in denen man nur kalorienfreie Getränke zuführt.

Es gibt zwei Basispläne zum intermittierenden Fasten oder Intervallfasten, die sich in weiten Grenzen variieren lassen:

Ein Tag fasten

24 Stunden fasten hört sich schlimmer an, als es ist. Denn die Schlafdauer wird mitgezählt. Zum 24-Stundenfasten gibt es drei gängige Variationen.

  • 1 Tag fasten in der Woche: An welchen Tag Du fastest, ist Dir überlassen.
    • Beispiel:
      • Tag 1: Drei Mahlzeiten, die letzte endet um 18 Uhr.
      • Tag 2: Keine Kalorienzufuhr bis 18 Uhr, danach Abendessen
  • 5 2 Diät: 5 Tage essen, 2 Tage fasten: Diese Variante des Intervallfastens ist effektiver als nur einmal 24 Stunden fasten in der Woche. Diese Fastenvariante wird auch als „5 2 Diät“ oder „intermittierendes Fasten 5 2“ oder „5+2 Fasten“ bezeichnet. Zwischen den Fastentagen muss mindestens ein Tag mit normaler Ernährung liegen. Man könnte zum Beispiel Dienstag und Freitag fasten.
    • Beispiel:
      • Montag: Essen bis 18 Uhr, danach nur kalorienfreie Getränke
      • Dienstag: Kalorienfrei bis 18 Uhr, danach Abendessen
      • Mittwoch und Donnerstag: jeweils 3 Mahlzeiten, die letzte um 18:00 Uhr
      • Freitag: Keine kalorienhaltige Nahrung bis 18:00 Uhr, danach Abendessen
  • Jeden 2. Tag fasten: Diese Fastenvariante ist die anspruchsvollste, aber auch die wirkungsvollste Art des Intervallfastens.
    • Fastenplan Beispiel:
      • Am 1. Tag isst Du 3 Mahlzeiten. Das Abendessen endet um 18:00 Uhr.
      • Am 2. Tag wird bis um 18:00 Uhr keine Nahrung zugeführt. Ab 18:00 Uhr Abendessen
      • Ab 3. Tag: Dieser Essrhythmus wird solange wiederholt, bis das Idealgewicht erreicht ist.

Intermittierendes Fasten nach dem Basisplan „Ein Tag fasten“ hat den Vorteil, dass Du bei allen Fastenvarianten jeden Tag mindestens eine Mahlzeit bekommst, selbst wenn Du jeden 2. Tag fasten solltest.

Der Essrhythmus wird beibehalten, bis das Wunschgewicht erreicht ist. Unterbrechungen oder ein Wechsel zwischen den Fastenvarianten sind jederzeit möglich.

Tägliches Fasten – Anleitung

Intermittierendes Fasten kann täglich auch stundenweise durchgeführt werden. Für das Teilzeitfasten nach dieser Methode haben sich 5 Fastenvarianten etabliert, die sich regelmäßig wiederholen:

  • 12 Stunden fasten: Am leichtesten ist das 12 Stundenfasten.
    • Fastenplan Beispiel:
      • Tag 1: Frühstück um 6:30 Uhr, Mittagessen um 12:30 Uhr, Abendessen bis 18:30 Uhr
      • Ab Tag 2: Der Fastenplan von Tag 1 wird täglich wiederholt.
  • 14 Stunden fasten: Der nächste Schwierigkeitsgrad ist das 14 Stundenfasten.
    • Fastenplan Beispiel:
      • Tag 1: Frühstück um 7:00 Uhr, Mittagessen um 13:00 Uhr, Abendessen bis 17:00 Uhr
      • Ab Tag 2: Der Fastenplan von Tag 1 wird täglich wiederholt.
  • 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen: Eine andere Schreibweise für diese Art von Zeilzeitfasten ist „Diät 16 8“ oder das „16/8 Fasten“ oder „Intervallfasten 16 8“.
    • Fastenplan Beispiel:
      • Tag 1: Frühstück um 9:30 Uhr, Mittagessen um 13:30 Uhr, Abendessen bis 17:30 Uhr (3 kleinere Mahlzeiten sind besser als 2 große)
      • Ab Tag 2: Der Fastenplan von Tag 1 wird täglich wiederholt.
  • 18 Stunden Diät: Wer seine Kalorienzufuhr täglich auf ein Zeitfenster von 6 Stunden beschränkt – zum Beispiel zwischen 12 und 18 Uhr – praktiziert intermittierendes Fasten nach der 18 Stunden Diät oder 18/6-Variante.
  • 20/4 fasten: Bei dieser Methode des Teilzeitfastens heißt es: Täglich 20 Stunden fasten. Die Nahrungszufuhr ist auf 4 Stunden beschränkt – zum Beispiel jeden Tag Frühstück um 10 Uhr und Mittagessen bis 14 Uhr.

Man kann als Fastenrhythmus auch 15/9, 17/7, 19/5 oder andere Zeitfenster wählen. Dabei gilt:

Je länger die Fastenperioden sind, desto mehr stellt der Körper auf Fettverbrennung um und desto schneller kann sich der Stoffwechsel regenerieren, solange man nicht länger als 24 Stunden fastet.

Intermittierendes Fasten leicht gemacht

Wer an 3 Mahlzeiten am Tag gewöhnt ist, tut sich oft schwer damit, von jetzt auf gleich 24 Stunden lang auf Nahrung zu verzichten. Beim Intervallfasten ist das kein Problem, weil Du Deinen Essrhythmus schrittweise ändern und Dich so ganz einfach an den geänderten Essrhythmus des intermittierenden Fastens anpassen kannst.

Mit den diesen 7 Tipps wird Dir intermittierendes Fasten leicht gemacht:

  1. Du kannst Dich jeden Tag satt essen! Wochenlanges Hungern zum Abnehmen gibt es beim intermittierenden Fasten nicht.
  2. Du brauchst nichts essen oder trinken, was Dir nicht schmeckt!
  3. Anstatt sofort jeden 2. Tag 24 Stunden zu fasten, kannst Du mit 12 Stunden Fasten beginnen. Wenn Dein Stoffwechsel sich daran gewöhnt hat, erhöhst Du die Fastendauer jeweils um ein oder zwei Stunden, bis Du ohne Probleme 24 Stunden fasten kannst.
  4. Alle oben beschriebenen Varianten des Intervallfastens lassen sich beliebig kombinieren. Damit hast Du die Möglichkeit, intermittierendes Fasten flexibel an Deinen wechselnden Alltag und Deine sich ändernden Befindlichkeiten anzupassen.
  5. Wenn Dir das tägliche Fasten auf Dauer zu anstrengend ist, brauchst Du während der Fastentage nicht unbedingt immer eine Nulldiät zu machen. Solange Du Dich gesund ernährst und die Kalorienzufuhr während der Fastenzeit auf maximal 20% Deines Kalorienbedarfs begrenzt, profitierst Du auch weiterhin von den Vorteilen des intermittierenden Fastens. Durch die geringe Kalorienzufuhr während der Fasttage lassen sich die zu Beginn des Intervallfastens möglicherweise auftretenden Kreislaufprobleme reduzieren.
  6. Wenn Du Dein Wunschgewicht oder besser Dein Idealgewicht erreicht hast, reicht auch 1 Tag fasten in der Woche, solange Du Dich an die unten genannten Regeln des intermittierenden Fastens hältst.
  7. Wenn Du während Deiner Fastenzeit einen körperlich oder geistig anstrengenden Termin oder soziale Verpflichtungen hast, kannst Du das Fasten brechen und Deine Fastenzeit einfach stundenweise oder um ein oder zwei Tage verschieben.

Keine Methode zur Gewichtsreduktion ist so einfach und flexibel wie Intervallfasten. Damit sollte es für jeden möglich sein, intermittierendes Fasten optimal in den Tagesablauf zu integrieren und von den extrem gesunden Wirkungen des Fastens zu profitieren.

Durch intermittierendes Fasten abnehmen

Intermittierendes Fasten kann die Fettverbrennung beschleunigen, weil der Stoffwechsel seine Energie während der Fastenzeit nicht mehr aus der zugeführten Nahrung erzeugen kann, sondern gezwungen wird, körpereigene Energiereserven zu mobilisieren und seine angelegten Fettdepots zu verbrennen.

Wenn das Zeitfenster der täglichen Nahrungszufuhr bei 8 Stunden liegt oder kleiner ist, wie zum Beispiel beim 16 Stunden fasten, erhöht sich zusätzlich der tägliche Kalorienverbrauch. Deshalb kann man durch intermittierendes Fasten abnehmen.

Intervallfasten hat gegenüber einer Diät einen großen Vorteil:

Man muss beim Teilzeitfasten nicht Wochen oder gar Monate lang hungern oder essen, was einem nicht schmeckt.

Man braucht nur seinen Essrhythmus zu ändern.

Wer sich während der Essensperioden allerdings mit ungesunder Nahrung vollstopft und literweise Cola trinkt, nimmt natürlich nicht so schnell ab, wie jemand, der sich maßvoll und gesund ernährt.

Die Gewichtsreduktion beim Intervallfasten ist zwar nicht so groß wie bei Crash-Diäten oder Nulldiäten, dafür aber nachhaltig, weil intermittierendes Fasten den Jo-Jo-Effekt ausgetrickst. Und was nützt Dir die beste Diät, wenn Du nur wenige Monate danach noch dicker ist als vor der Diät?

Abnehmen ohne JoJo-Effekt

Intermittierendes Fasten Jo-Jo-Effekt
Attischer Knabe beim Jo-Jo-Spiel 440 v. Chr.

Der JoJo-Effekt bewirkt, dass man nach einer Diät extrem schnell Fett ansetzt. Denn die meisten Diäten veranlassen den Hungerstoffwechsel dazu, ein Stoffwechselprogramm zu aktivieren, das den täglichen Kalorienverbrauch durch Verlangsamung des Stoffwechsels um bis zu 800kcal reduzieren kann und das Verhalten und die Stimmungslage derart manipuliert, dass es beinahe unmöglich ist, das reduzierte Gewicht nach der Diät zu halten.

Dieser metabolische, ja geradezu diabolische Effekt endet nicht mit dem Ende der Diät, sondern dauert meist so lange an, bis die mühsam abgehungerten Fettdepots wieder voll sind, auch wenn dies Jahre dauern sollte. Deshalb ist der qualvoll abgehungerte Bauchspeck oder das Hüftgold nur wenige Wochen nach einer Diät meist wieder da, wo er war.

Zusätzlich sorgt der Hungerstoffwechsel auch noch dafür, dass man noch dicker wird als vor der Diät, um künftige Hungerperioden besser überstehen zu können.

Der Jojo-Effekt wird aber meist erst dann aktiviert, wenn der Nahrungsmangel 2-3 Tage lang andauert.

Intermittierendes Fasten umgeht die Aktivierung des Jo-Jo-Effektes, da die Fastenintervalle nicht länger als 24 Stunden andauern. Deshalb ist das Risiko einer dauerhaften Verlangsamung des Stoffwechsels durch intermittierendes Fasten gering und die erreichte Gewichtsreduktion in der Regel nachhaltig.

Abnehmen ohne Hunger

Abnehmen ohne Hunger, das wünschen sich alle. Nur scheitert dieser Wunsch oft in der Realität.

Wie steht es mit den Hungergefühlen beim intermittierenden Fasten? Kurze Antwort:

Abnehmen ohne Hunger funktioniert mit intermittierendem Fasten besser als mit jeder anderen Diät!

Warum kann man mit Intervallfasten ohne Hunger abnehmen?

Hier sind einige Gründe:

  1. Beim Teilzeitfasten brauchst Du zum Abnehmen nicht wochenlang ununterbrochen zu hungern, weil die Kalorienrestriktion beim intermittierenden Fasten anders als bei allen Diäten nur auf wenige Stunden am Tag begrenzt ist.
  2. Du kannst Dich beim Intervallfasten jeden Tag satt essen. Das gibt es bei keiner Diät. Es gibt keine verbotenen Lebensmittel, keine Formula-Diät, die nicht schmeckt, keine fragwürdigen Abnehmriegel … Du kannst essen und trinken, was und wieviel Du willst.
  3. Hungergefühle hängen von der Dauer der Fastenperioden ab und genau die lassen sich beim Teilzeitfasten an die persönlichen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten anpassen lassen.
  4. Wenn zu Beginn des intermittierenden Fastens dennoch Hungergefühle auftreten sollten, lassen diese nach erfolgter Stoffwechselumstellung innerhalb weniger Tage nach und verschwinden meist ganz.
  5. Intermittierendes Fasten fördert die Bildung körpereigener Signal- und Botenstoffe, die Hungergefühle reduzieren.
  6. Intervallfasten verringert die berüchtigte Leptinresistenz. Leptin ist ein wichtiges Sättigungshormon, das den Appetit kontrolliert. Die meist gemeinsam mit Übergewicht auftretende Leptinresistenz verhindert das Sättigungsgefühl.

Und wenn der Hunger dennoch kommt, lässt er sich durch ein paar einfache Tipps austricksen:

10 Tipps gegen Hunger

  1. Zucker ist eine Droge mit hohem Suchtpotential und tödlichen Gesundheitsrisiken. Zucker führt zu Heißhungerattacken. Zuckerfreie Kost und zuckerfreie Getränke ohne Süßstoffe können Hungergefühle wirksam reduzieren (Süßstoffe regen den Appetit an).
  2. Isolierte Kohlenhydrate (Weißmehlprodukte, viele Fertiggerichte) führen ähnlich wie Süßspeisen und gezuckerten Limonaden zu starken Blutzuckerschwankungen, die unbändige Hungergefühle auslösen können, obwohl der Körper noch mehr als genug Energiereserven hat. Außerdem entziehen sie dem Körper wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Wer weniger Hunger haben will, sollte isolierte Kohlenhydrate durch natürliche Vollwertprodukte ersetzen.
  3. Eine gesunde ballaststoffreiche Ernährung kann Hungergefühle wirksam verhindern.
  4. Eine schrittweise Erhöhung der Fastenperioden verhindert Hungergefühle, weil der Stoffwechsel genügend Zeit für die Umstellung hat.
  5. Natürliche Appetitzügler können Hungergefühle effektiv reduzieren.
  6. Jede Form körperlicher Aktivität, insbesondere Sport, beseitigt Hungergefühle sehr effektiv.
  7. Freude, Spiele, Begeisterung, Verliebtsein oder Massage können Hunger und Appetit wirksam unterbinden.
  8. Wasser oder Tee trinken kann Hungergefühle deutlich verringern und den Stoffwechsel anregen, insbesondere Ingwertee oder grüner Tee.
  9. Proteinreiche Mahlzeiten haben eine hohen und lang anhaltenden Sättigungseffekt und beugen Hungergefühlen wirksam vor.
  10. Genieße das langsame Essen mit voller Aufmerksamkeit ohne jede Ablenkung im Sitzen. Kaue jeden Bissen 20 Mal, bevor Du ihn hinunterschluckst.

Abgesehen davon ist Hunger ein natürliches Gefühl, das zum Leben dazu gehört, auch wenn Hunger in den Industrieländern durch die permanente Verfügbarkeit energiereicher Nahrungsmittel immer mehr in Vergessenheit gerät. Hungergefühle weisen darauf hin, dass der Stoffwechsel damit beginnt, den Körper zu regenerieren und zu verjüngen, solange man nicht unterernährt ist. Es schadet also nicht, die eigene Hungertoleranz zu erhöhen.

Abnehmen ohne Diät

Abnehmen ohne Diät ist eine weitere Besonderheit am intermittierenden Fasten. Denn beim Intervallfasten geht es nur um eine Verlagerung der Essenszeiten und nicht darum, was oder wie viel Du isst. Kalorienzählen ist beim Intervallfasten nicht nötig.

Natürlich kannst Du schneller abnehmen, wenn Du Dich gesund ernährst und Dich bei den Mahlzeiten nicht jedesmal vollstopfst. Aber das ist allein Deine Sache.

Wenn Du die Fettverbrennung beschleunigen willst, brauchst Du nur die Fastenperioden im Rahmen der Regeln des intermittierenden Fastens zu verlängern, Dich gesünder ernähren und mehr Sport machen.

Intermittierendes Fasten ohne Fastenkrisen

Fastenkrisen können beim Heilfasten auftreten. Beim Heilfasten fastet man mindestens 5 Tage bis zu mehreren Wochen unter vollständigem Verzicht auf kalorienhaltige Nahrung. Dabei kommt es zu einer harten Aktivierung des Hungerstoffwechsels, der den Jojo-Effekt aktiviert und unter bestimmten Umständen Fastenkrisen auslösen kann.

Aber was sind eigentlich Fastenkrisen? Als Fastenkrise bezeichnet man das mehr oder weniger starke Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome:

Fastenkrisen – 9 Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Kreislaufprobleme (Schwindelgefühle, …)
  • Schwächegefühle
  • Konzentrationsmangel
  • Leichte Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Hautausschläge / Ekzeme
  • Heißhungerattacken

Fastenkrisen – 6 Ursachen

  1. Ein ausgeprägter Mikronährstoffmangel (Mineralstoffmangel, Vitaminmangel, Salzmangel, Elektrolytmangel)
  2. Wassermangel ist eine der Hauptursachen von Kopfschmerzen.
  3. Eine hohe Belastung mit fettlöslichen Schadstoffen, die im Fettgewebe abgelagert wurden und durch die Auflösung der Fettdepots ins Blut gelangen und so Vergiftungssymptome auslösen können. Giftige Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber …) lassen sich durch schwefel- oder seelenhaltige Lebensmittel binden und ausscheiden. Andere Giftstoffe (Drogen- und Medikamentenrückstände, Pflanzenschutzmittel, Umweltgifte, Dioxin …), können durch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel neutralisiert und ausgeschieden werden.
  4. Der abrupte Verzicht auf Kaffee oder andere koffein- oder teeinhaltige Getränke zu Beginn des intermittierenden Fastens kann zu Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen führen. Ungesüßter Kaffee ohne Milch oder Grüntee – beide möglichst aus biologischem Anbau – können hier Abhilfe schaffen.
  5. Die Aktivierung des Hungerstoffwechsels kann in den ersten 3-4 Tagen aufgrund des sinkenden Blutzuckerspiegels leichte Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme aufgrund von Unterzuckerung verursachen, die nach der Stoffwechselumstellung auf Fettverbrennung verschwinden sollten.
  6. Sauerstoffmangel durch zu flaches Atmen über eine längere Zeit ist eine übliche Stressreaktion, die zu Kopfschmerzen und anderen Stresssymptomen führen kann. Die regelmäßige Überprüfung der Atmung, genügend Erholungspausen, ein stressreduziertes Umfeld, die Erhöhung der eigenen Stresstoleranz und regelmäßige Bewegung / Sport können hier Abhilfe schaffen.

Fastenkrisen vermeiden

Beim intermittierenden Fasten fastet man höchstens 24-36 Stunden am Stück. Mehr als 24 Stunden fasten sind nicht zu empfehlen, weil das Risiko der Aktivierung des JoJo-Effektes dann stark anwächst. Deshalb sind Fastenkrisen beim Intervallfasten äußerst selten.

Wenn die oben genannten Symptome dennoch auftreten sollten, treten sie nur in stark abgeschwächter Form auf und lassen sich leicht vermeiden, indem man

  1. die oben genannten Ursache für Fastenkrisen vermeidet,
  2. die unten beschriebenen Regeln des intermittierenden Fastens einhält,
  3. die Fastendauer verkürzt, um dem Stoffwechsel mehr Zeit für die Umstellung auf die Verstoffwechselung von Ketonkörpern zu geben,
  4. während der Fastenperioden nicht auf die Kalorienzufuhr verzichtet, sondern gerade zu so viel Kalorien zu sich nimmt, dass die Symptome verschwinden oder zumindest leicht erträglich sind.

Du brauchst beim Intervallfasten also keine Angst vor Fastenkrisen zu haben.

Ist intermittierendes Fasten gesund?

Hippokrates, der berühmteste Arzt im Altertum, erwähnte das Fasten schon im 5. Jahrhundert v. Chr. mit den überlieferten Worten:

„Sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung […] und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.“

An den nach ihm benannten Eid des Hippokrates fühlt sich noch heute jeder gute Mediziner gebunden.

Aber auch uralte sumerische Tontafeln aus dem Jahre 2200 v. Chr. empfahlen Fasten bereits als Heilmethode bei Erkältung und Magenbeschwerden. Auch in China wurde das Fasten schon im 3. Jahrtausend vor Chr. als Prophylaxe für Krankheiten erwähnt.

Intermittierendes Fasten ist ebenso in der Bibel, der Thora und dem Koran verankert.

Aber ist Intervallfasten wirklich gesund, nur weil das Fasten Teil nahezu aller Religionen ist?

Studien zum intermittierenden Fasten

Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die Wirkungen von intermittierendem Fasten oder Intervallfasten auf die Gesundheit? Fassen wir die globale Studienlage kurz zusammen:

Intermittierendes Fasten senkt Blutzucker- und Insulinspiegel

Blutzuckerschwankungen verursachen nicht nur Heißhungerattacken, hohe Blutzuckerwerte stehen auch mit einer Vielzahl von Krankheiten in Zusammenhang, darunter, chronische Entzündungen, das Metabolische Syndrom, Insulinresistenz, Leptinresistenz, Diabetes, Hormonstörungen, Depressionen, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs.

Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten den Blutzucker- und Insulinspiegel senken und die gefährliche Insulinresistenz (Diabetes II Vorstufe) deutlich verbessern kann. Folgeerkrankungen werden seltener oder bleiben ganz aus.

Intermittierendes Fasten senkt Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine gefährliche Vorstufe von Herzinfarkt und Schlaganfall. Herz-Kreislauferkrankungen gehören zusammen mit Krebs zu den häufigsten Todesursachen.

Intermittierendes Fasten kann Studien zufolge dazu beitragen, Bluthochdruck deutlich zu senken, insbesondere wenn man die unten aufgeführten 8 Regeln zum intermediären Fasten einhält.

Intermittierendes Fasten normalisiert Cholesterinwerte

Bei den meisten Menschen sind die Cholesterinwerte aus dem Gleichgewicht geraten. Solche Fettstoffwechselstörungen gehen meist mit Bluthochdruck, hohen Blutzucker- und erhöhten Insulinwerten einher.

Typische Ursachen für problematische Cholesterinwerte sind ungesunde Ernährung, Vitaminmangel, Mineralstoffmangel, Bewegungsmangel, Schlafmangel, Dauerstress, Schadstoffe, ein Mangel an Lebensfreude und ein falscher Essrhythmus.

Intermittierendes Fasten kann die Blutfette wieder in ihr natürliches Gleichgewicht bringen, hohe ungesunde LDL-Cholesterinwerte senken und die gesunden HDL-Cholesterinwerte erhöhen (Merkhilfe HDL: Hab Dich lieb). Das belegen zahlreiche Studien.

Intermittierendes Fasten gegen Nervenkrankheiten

Zu den Nervenkrankheiten (neurodegenerative Erkrankungen) gehören Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie, Epilepsie und Demenz.

Intermittierendes Fasten scheint die Entstehung dieser Krankheiten zu verhindern oder deutlich zu verlangsamen. Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten die Bildung von neuroprotektiven (Nerven schützende) Stoffen begünstigt. Dazu gehören Ketonkörper und der Wachstumsfaktor BDNF (von engl.: „Brain-derived neurotrophic factor“; dt. etwa: „Vom Gehirn stammender, das Nervenwachstum fördernder Faktor“).

  • Von Ketonkörpern weiß man, dass sie das Gehirn vor aggressiven Radikalen schützen, die in den Mitochondrien (Energiekraftwerke der Zellen) entstehen, und so die Zerstörung oder Degeneration von Nervenzellen verhindern können. Intermittierendes Fasten vervielfacht die Konzentration von Ketonkörpern im gesamten Nervensystem.
  • BDNF fördert die neuronale Pastizität. BDNF schützt die Nervenzellen vor oxidativem Stress, fördert das Wachstum neuer Nervenzellen und deren synaptische Vernetzung und regeneriert alte Nervenzellen. So wurde bei Alzheimer-und Schizophrenie-Patienten ein BDNF-Mangel im Gehirn nachgewiesen.

Intermittierendes Fasten steigert kognitive Fähigkeiten und Stresstoleranz

Die kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnis, Lernfähigkeit und Kreativität und damit auch die Intelligenz können durch intermittierendes Fasten gesteigert werden.

Oxidativer Stress im Gehirn beeinträchtigt die kognitiven Fähigkeiten wie Lernen, Gedächtnis und Stresstoleranz. Intermittierendes Fasten reduziert durch die verstärkte Bildung von BDNF und Ketonkörpern den oxidativen Stress in den Gehirnzellen, verhindert die vorzeitige Alterung des Gehirns und verbessert die Hirnfunktionen, insbesondere das Langzeitgedächtnis, aber auch andere Hirnstrukturen und allgemeine Stresstoleranz.

Intermittierendes Fasten erzeugt Euphorie

Intervallfasten kann über eine Steigerung der Produktion des Signalproteins BDNF auch den Serotoninstoffwechsel beeinflussen. Serotonin ist als Glückshormon bekannt. Intermittierendes Fasten verstärkt die Serotoninausschüttung und kann so Angst, Hunger, Aggressivität und Kummer dämpfen und ein Gefühl innerer Gelassenheit, Glück und Euphorie auslösen.

Aus diesem Grund sollten Magersüchtige nicht fasten und alle anderen darauf achten, intermittierendes Fasten nicht zu missbrauchen, um ihre Gesundheit zu gefährden.

Intermittierendes Fasten stärkt Immunsystem

Studien weisen darauf hin, dass intermittierendes Fasten über eine Änderung der Konzentration bestimmter Signalproteine (PKA, IGF-1) inaktive Stammzellen des Immunsystems im Knochenmark (hämatopoetische Stammzellen) in einen aktiven Zustand der Selbsterneuerung überführen kann, so dass beschädigte Immunzellen im Körper durch neue ersetzt werden.

Diesen Effekt kann man sich in der Krebsbehandlung zunutze machen: Drei Tage Fasten vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung kann Krebspatienten vor den toxischen Wirkungen dieser aggressiven Therapieformen schützen oder die Wirksamkeit der Therapie derart verstärken, dass die Strahlendosis oder die Dosis der Chemotherapie gesenkt werden kann.

Intermittierendes Fasten gegen Krebs

Zwei gemeinsame Nenner vieler Krebsarten sind Erbgutschädigungen (DNA-Schäden) und veränderte Mitochondrien (Zellkraftwerke). Und genau da setzt intermittierendes Fasten an:

  • DNA-Schäden werden durch aggressive Radikale verursacht, die (1.) nicht durch zelleigene Antioxidantien neutralisiert werden konnten und die (2.) die zelleigenen Reparaturmechanismen derart geschädigt haben, dass die DNA-Schäden nicht mehr repariert werden konnten. Diese Prozesse werden durch Intermittierendes Fasten durch die verringerte Bildung von Radikalen und die Förderung der zelleigenen Produktion von Antioxidantien verhindert. Die Krebsentstehung wird also blockiert.
  • Mitochondrien von Krebszellen sind nicht in der Lage, ohne Glucose genügend Energie zu erzeugen. Intermittierendes Fasten kann den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel derart senken, dass nur noch glukoseabhängige Zellen wie die Nervenzellen Glucose aufnehmen können. Wenn Krebszellen keine Glucose mehr aufnehmen können, hören sie auf zu wachsen, verhungern oder sind leichtere Beute für das Immunsystem.

In Tierversuchen zeigte intermittierendes Fasten bei unterschiedlichen Tumorarten, darunter auch Brustkrebs, eine ähnliche Wirksamkeit wie Chemotherapie und Strahlentherapie. Die Wirksamkeit von Chemo- und Strahlentherapie kann durch intermittierendes Fasten deutlich erhöht werden, weil intermittierendes Fasten Krebszellen schwächt, die Heilung geschädigter Zellen beschleunigt und zu einer deutlich schnelleren Regeneration der Blutzellen und des geschwächten Immunsystems führt.

Intermittierendes Fasten verlängert das Leben und verhindert vorzeitige Alterung

Die Verlängerung des Lebens durch intermittierendes Fasten ergibt sich schon allein daraus, dass die oben genannten Risikofaktoren für die häufigsten Todesursachen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs durch intermediäres Fasten deutlich reduziert werden.

Daneben gibt es folgende Einflussfaktoren:

  • Intervallfasten verhindert die vorzeitige Alterung durch die verringerte Entstehung aggressiver Radikale, die höhere Verfügbarkeit zellulärer Antioxidantien und den Schutz der zelleigenen Reparaturvorgänge.
  • Vorzeitige Alterung scheint mit einem BDNF-Mangel in Verbindung zu stehen, der durch intermittierendes Fasten beseitigt wird.
  • Teilzeitfasten begünstigt die Autophagie, ein Stoffwechselprozess, dessen Aufklärung im Jahre 2016 mit dem Nobelpreis für Medizin bedacht wurde. Durch Autophagie werden schadhafte Zellbestandteile (fehlgefaltete Proteine bis hinzu ganzen Zellorganellen) durch zelluläre Selbstverdauung entsorgt.
    Intermediäres Fasten steigert die Autophagie. Dadurch können sich alle Organe des Körpers viel besser regenerieren. Folge der Autophagie ist eine Verjüngung des Körpers und ein verzögerter Alterungsprozess.
  • Aus Tierexperimenten weiß man, dass die Lebensdauer durch Kalorienrestriktion und intermittierendes Fasten um bis zu 56% verlängert werden kann, auch wenn die zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht vollständig geklärt sind.

Intermittierendes Fasten in Verbindung mit den unten genannten Fastenregeln dürfte eine der effektivsten Anti-Aging Strategien sein.

Stoffwechsel anregen mit intermittierendem Fasten

Durch intermittierendes Fasten wechselt der Stoffwechsel regelmäßig zwischen Anabolismus (Aufbaustoffwechsel) und Katabolismus (Abbaustoffwechsel).

  • Der Aufbaustoffwechsel findet überwiegend während der Nahrungsaufnahme und der Verdauung statt. In dieser Zeit bezieht der Körper seine Energie aus den aufgenommenen Nährstoffen. Überschüssige Kalorien werden als Bauchfett, Hüftgold und anderen Fettpolstern gespeichert.
  • Ist die Nahrung nach 3-8 Stunden verdaut, muss der Stoffwechsel seine Energie aus körpereigenen Energiedepots erzeugen und die Fettverbrennung beschleunigen. In dieser postabsorptiven Stoffwechselphase können sich die Verdauungsorgane regenerieren. Alte und beschädigte Körperzellen und Zellstrukturen werden also abgebaut und erneuert. Bauchfett und Hüftgold werden verbrannt und Giftstoffe ausgeschieden. Das Immunsystem wird gestärkt und die Infektanfälligkeit verringert.

Bei der heute üblichen Ernährung sind die Regenerationsphasen aufgrund der nahezu permanenten Nahrungszufuhr viel zu kurz und zu selten, während der Grad der Degeneration des Körpers durch Stress, Umweltgifte, Schadstoffe, Allergene, Elektrostress, Schlafmangel oder Ein- und Durchschlafstörungen immer mehr zunimmt.

Intervallfasten ist ein hoch effektiver Stoffwechselbooster, der das Verhältnis zwischen Körperfett und fettfreier Körpermasse schnell wieder in sein natürliches Gleichgewicht bringen kann und die Stoffwechselgifte und beschädigten Zellbestandteile entfernt, die den Stoffwechsel verlangsamen und zu Stoffwechselstörungen und zahlreichen Stoffwechselkrankheiten führen.

Wer seinen Stoffwechsel anregen, die Fettverbrennung ankurbeln, seinen Körper entgiften und verjüngen will, sollte intermittierendes Fasten in Verbindung mit gesunder Ernährung und Sport oder zumindest viel Bewegung in Betracht ziehen.

Intermittierendes Fasten und Sport

Kraft- und Ausdauersport kann das Abnehmen und die Gesundung extrem beschleunigen, weil aktive Muskeln den Stoffwechsel ankurbeln und massenweise Myokine ausschütten.

Myokine sind Signal- und Botenstoffe, die zu Hunderten von aktiven Muskeln ausgeschüttet werden und Entzündungen heilen, Schmerzen lindern, den Körper reinigen, Depressionen verhindern, Hungergefühle beseitigen und dafür sorgen, dass das Fett genau da verschwindet, wo es nicht hingehört.

Je mehr Du Dich bewegst, desto schneller wirst Du schlank, fit, gesund und jung.

Der während der Bewegung ansteigende Blutdruck schwemmt die Gifte auch aus den weniger durchbluteten Randbereichen des Körpers, fördert deren Entgiftung über die Nieren und verjüngt die Haut.

Regelmäßiges Krafttraining verhindert den Muskelabbau, macht die Muskulatur leistungsfähiger und baut neue Muskelmasse auf. Je größer die Muskelmasse ist und je mehr Du sie aktivierst, desto mehr steigt die Fettverbrennung, desto schneller erreichst Du Deine Traumfigur und desto attraktiver und straffer ist Dein nackter Körper.

Es gibt wohl nichts Schöneres im Leben, als verliebt zu sein. Und das klappt bekanntlich am besten mit einem attraktiven straffen Körper (und einem gelösten Geist!).

Aber Achtung:

Je mehr Du Dich bewegst und je mehr Sport Du beim Intervallfasten treibst, desto mehr hochwertiges Eiweiß brauchst Du (0.8-2,0g/kg Körpergewicht), um Deine Muskelmasse aufzubauen und den ansonsten drohenden Muskelabbau während der Fastenperiode zu verhindern.

Intervallfasten – 8 goldene Regeln

Die oben genannten Wirkungen des intermittierenden Fastens oder Teilzeitfastens treten sogar dann ein, wenn Du Deine Ernährung nicht änderst und in den Zeiten der Nahrungszufuhr isst, was Du willst und so viel Du möchtest.

Wer aber in den Genuss der vollen Wirkung des Intervallfastens kommen will, wer sein Idealgewicht schnell, nachhaltig und gesund erreichen will, wer in kurzer Zeit etwas wirklich Effektives für seine Gesundheit und Fitness tun möchte, sollte die folgenden 8 Regeln zum intermittierenden Fasten einhalten:

Regel 1: Ernähre dich gesund!

Ernähre dich während der Essensperioden gesund: Mit gesunder Ernährung kannst Du die Wirkung des intermittierenden Fastens extrem steigern. Wer sich zwischen den Fastenperioden vollstopft, Unmengen an Fertigprodukten, Fastfood, Süßigkeiten und Snacks verschlingt und literweise Cola trinkt, verringert die positiven Wirkungen des intermittierenden Fastens erheblich. Während der Essenszeiten 10-15% mehr zu essen als üblich, um das Kaloriendefizit während der Fastenperioden auszugleichen, ist aber kein Problem.

Regel 2: Keine Kalorien während der Fastenperioden

Nimm während der Fastenzeiten möglichst keine Kalorien zu Dir. Wenn Dir das anfangs schwer fällt, reduziere die Fastendauer.

Regel 3: Entgiftung

Trinke täglich mindestens 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee, vor allem während der Fastenperioden des Intervallfastens, um die durch das Fasten freigesetzten Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen. Je mehr Sport zu treibst und je mehr Du schwitzt, desto mehr solltest Du trinken. Deine Urinproduktion sollte bei mindestens 1.5 Liter/ Tag liegen.

Regel 4: Zucker und Alkohol

Meide alkoholische und gesüßte Getränke und Speisen. Stevia ist eine gute Alternative zu Zucker.

Regel 5: Letzte Mahlzeit

Nach 19 Uhr (besser 18 Uhr) solltest Du keine Kalorien mehr zuführen. Wer beim Abendessen nur leicht verdauliche Nahrung zu sich nimmt, wird mehr vom intermittierenden Fasten profitieren. Denn mit vollem Magen kann bekanntlich niemand gut schlafen.

Regel 5: Aktive Muskeln

Bewege Dich aus den oben genannten Gründen so viel wie möglich. Die Muskulatur ist das größte Stoffwechselorgan und damit die mit Abstand effektivste Fettverbrennungsmaschine.

Regel 6: Low Carb

Die Low Carb Ernährung kommt der natürlichen Ernährung, auf die unser Stoffwechsel seit Urzeiten eingestellt ist, sehr viel näher als die heute meist empfohlene stark kohlenhydratlastige eiweißarme Ernährung (10% Eiweiß, 30% Fett, 60% Kohlenhydrate). Die Low Carb High Fat-Ernährung (LCHF) besteht aus etwa 20% Eiweiß, 60-65% Fett,15-20% Kohlenhydrate inklusive 30g Ballaststoffe, bezogen auf den täglichen Kalorienbedarf. Die LCHF-Diät hat zusätzlich den Vorteil, dass sie durch den hohen Proteinanteil sehr viel mehr sättigt; man nimmt automatisch weniger Kalorien zu sich und hat nicht so schnell wieder Hunger als bei der heute üblichen kohlenhydratreichen Ernährung.

Regel 7: Schlaf

Schlafe genug (7-8 Stunden), um den in der Schlafphase stattfindenden Regenerationsprozess optimal zu fördern. Denn Schlafmangel erzeugt Heißhungerattacken. Schlafstörungen sind oft die Folge von Lärm, Allergenen, Helligkeit, unregelmäßiger Schlafenszeiten oder Bewegungsmangel. All das lässt sich meist leicht beheben.

Regel 8: Stress reduzieren

Reduziere Deinen Stresspegel und relaxe jeden Tag aktiv. Dauerstress verändert die Hormonlage derart, dass es zu einer verstärkten Fetteinlagerung und Stoffwechselstörungen kommt.

Intermittierendes Fasten Erfahrungen

Seriöse Quellen (u. a. Ärzte, Studien) machten durch intermittierendes Fasten folgende Erfahrungen, die sich bereits nach 2 Wochen gezeigt haben:

  1. Gewichtsreduktion
  2. Verbesserte Insulinsensitivität
  3. Abklingen von Asthma- und saisonalen Allergie-Symptomen
  4. Verbesserter Schutz gegen Pilzerkrankungen sowie virale und bakterielle Infektionskrankheiten
  5. Abklingen von Autoimmunkrankheiten (rheumatoide Arthritis, …)
  6. Linderung von Herzrhythmusstörungen
  7. Verringerung von Hitzewallungen in der Menopause
  8. Schutz gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Huntington
  9. Verbesserung von Magen-Darm-Problemen
  10. Bluthochdrucksenkung
  11. Blutzuckersenkung
  12. Verbesserte Insulinsensitivität
  13. Verbesserung des Blutbildes
  14. Reduktion der Körperfettmasse ohne Verlust der fettfreien Körpermasse.

Diese Erfahrungen beim intermittierenden Fasten wurden sogar dann gemacht, wenn die Teilnehmer einen Tag ad libitum (nach Belieben) aßen und am Folgetag keine Nulldiät machten, sondern die Kalorienzufuhr nur auf 20-50% des täglichen Bedarfs reduzierten.

Andere Erfahrungen zum Intervallfasten wurden oben bereits beschrieben und sind durch (klinische) Studien objektiv belegt. Da viele Studien am Menschen aufgrund begrenzter finanzieller Mittel und zu geringer Teilnehmerzahlen nicht als unanfechtbar gelten, weisen die Ergebnisse übereinstimmend in die richtige Richtung.

Intermittierendes Fasten: Risiken und Nebenwirkungen

Risiken

Intermittierendes Fasten kann die Gesundheit unter bestimmten Umständen gefährden. Daher ist intermittierendes Fasten für folgenden Personenkreis nur nach ärztlicher Rücksprache zu empfehlen:

  1. Kranke Menschen
  2. Schwangere und stillende Frauen
  3. Diabetiker
  4. Menschen mit Essstörungen (z. B. Magersucht, Binge Eating)
  5. Nicht übergewichtige Kinder und Jugendliche

Nebenwirkungen

Intermittierendes Fasten kann zu Beginn leichte Hungergefühle gegen Ender der Fastenperioden, schwindelartige Gefühle, leichte Kopfschmerzen und ein Nachlassen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit unter maximaler Belastung auslösen.

Diese Symptome können durch die Stoffwechselumstellung auf erhöhte Fettverbrennung oder zuckerhaltige Nahrung während der Essenszeit ausgelöst werden.

Nicht nur deswegen sollte Zucker nur als Gewürz verwendet werden. Mit Zucker gesüßte Nahrungsmittel und Getränke haben vor allem fatale Auswirkungen auf den Stoffwechsel:

Der Blutzuckerspiegel rast in die Höhe, um kurz danach im Sturzflug wieder ins Bodenlose herunterzurauschen. Die extremen Blutzuckerschwankungen verursachen Heißhungerattacken, Fettleibigkeit, Insulinresistenz, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und viele andere Stoffwechselstörungen, die zwar durch intermittierendes Fasten und Sport gelindert werden, aber nur dann ganz verschwinden können, wenn man sich gesund ernährt.

Gehirn, Muskulatur und innere Organe brauchen einige Tage, um sich auf die Verwertung von Ketonkörpern als Ersatzbrennstoff für Glucose umzustellen. Die Stoffwechselprozesse in der Umstellungsphase des intermittierenden Fastens sind im Artikel „Hungerstoffwechsel“ beschrieben.

Empfehlungen

  1. Hochleistungssport sollte nicht in der Fastenzeit durchgeführt werden. Denn Sportler, die in der Fastenzeit trainieren, müssen in der ersten Wochen der Stoffwechselumstellung mit Leistungseinbußen und dem Verlust der fettfreien Körpermasse (Muskulatur, innere Organe) rechnen. Um dies zu vermeiden, sollte nur man 2-3 Stunden nach einer leichten Mahlzeit trainieren und je nach Trainingsintensität genügend hochwertiges Eiweiß zu sich nehmen (0.8-2.0g/kg Körpergewicht).
  2. Geistig anspruchsvolle Aktivitäten (Klausuren, Prüfungen …) sollten in die Essensfenster gelegt werde. In Fastenperioden kann es in der Umstellungsphase kurzfristig zu verminderter kognitiver Leistung kommen, auch wenn man selbst anderer Meinung sein sollte. Die Selbstwahrnehmung kann hier täuschen.
  3. Die Länge der Fastenperioden sollten nicht mehr als 24 Stunden betragen:
    Manche Internet-Quellen weiten intermittierendes Fasten auf ein Zeitfenster von bis zu 36 Stunden aus. Wer beim Intervallfasten jedoch länger als 24 Stunden fastet, erhöht das Risiko dafür, dass der Hungerstoffwechsel den JoJo-Effekt aktiviert. Der JoJo-Effekt ist Ausdruck eines Stoffwechselprogramms, das durch Reduktion des Grundumsatzes, also des täglichen Kalorienverbrauchs, aber auch durch die biochemische Manipulation von Verhalten sowie Stimmungs- und Gefühlslage dafür sorgt, dass die entleerten Fettdepots schnellstmöglich wieder aufgefüllt werden, auch wenn dies der Gesundheit schadet und wir das nicht wollen.
    Die Senkung des Grundumsatzes ist meist 3 Tage (72 Stunden) nach Hungerbeginn messbar, bisweilen auch früher. Die Vorteile des intermittierenden Fastens sind schon bei einer Fastendauer von 12 Stunden messbar. Eine Verlängerung der Fastenperioden auf 36 Stunden bringt deshalb mehr Nachteile als Vorteile. Das Optimum liegt wohl bei 24 Stunden fasten.

Fazit

Intermittierendes Fasten in Verbindung mit gesunder Ernährung und regelmäßiger artgerechter Bewegung hat einen extrem positiven Einfluss auf Körper, Geist und Seele und sollte deshalb Eingang in unsere tägliches Leben finden, so wie dies nahezu alle heiligen Schriften und Traditionen seit mehr als Tausend Jahren empfehlen.

Intervallfasten dieser Art ist die natürliche Lebensweise unserer Ahnen, die den Stoffwechsel wieder in seine natürliches Gleichgewicht bringt. Intermittierendes Fasten ist vielleicht die einzige für jeden erschwingliche Diätform, die das Körpergewicht normalisiert, ohne dass der Jo-Jo-Effekt aktiviert wird.

Probieren geht über Studieren!

Beginne noch heute mit der leichtesten Form des Intervallfastens.

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Ergänzende Beiträge zur Selbsthilfe



2 Kommentare zu „Intermittierendes Fasten – Abnehmen allein mit dem Essrhythmus“

  1. Super Artikel

    Aber für mich ist noch ungeklärt: kommt es zu einem Jojo Effekt, wenn man durch die reduzierten Mahlzeiten dann doch nur noch (täglich) 1100 Kalorien zu sich nimmt?

    1. Danke für Deinen Kommentar Andrea. Der Jojo-Effekt wird beim intermittierenden Fasten nicht aktiviert, weil die Fastenperioden nicht länger als 24 Stunden andauern. Während der Essperioden darf man also nicht hungern! Der Grundumsatz muss auf jeden Fall gedeckt sein.

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