Vitamin K2 ist lebensnotwendig – Schütze Deine Gesundheit mit MK7

Vitamin K2 kann Ihr Leben retten! Vitamin K stoppt Blutungen, verhindert Osteoporose, Knochenbrüche und Arthritis, löst tödliche arterielle Plaques auf und schützt sogar vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs. Entdecken Sie jetzt, wie genau Sie Ihre bedrohte Gesundheit mit Vitamin K2 und K1 schütze können:

Was ist Vitamin K2?

Vitamin K gehört wie Vitamin A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen (Merkhilfe: Edeka) und kommt in zwei biologisch aktiven Formen vor:

  • Vitamin K1 (Phyllochinon)
  • Vitamin K2 (Menachinon, Abkürzung: MK): Vitamin K2 bezeichnet eine Gruppe von Vitaminen, die sich nur in der Länge ihrer Seitenkette unterscheiden und mit MK-4 bis MK-13 bezeichnet werden:

Vitamin K ist unempfindlich gegenüber Sauerstoff und wie alle fettlöslichen Vitamine und die wasserlöslichen Vitamine B2 und B3 hitzestabil. Es treten also beim Garen nur wenig Vitaminverluste auf. Durch Lichteinstrahlung wird Vitamin K schnell zerstört.

Vitamin K Strukturformeln

Vitamin K2 Strukturformeln

Vitamin K1 K2 Unterschied

Vitamin K1 und Vitamin K2 als MK-4 haben vergleichbare Eigenschaften im Stoffwechsel. Die K2-Vitamine MK-7 bis MK 13 können dasselbe wie Vitamin K1 und MK-4, sind jedoch sehr viel effektiver und wirkungsvoller. So findet man Phyllochinon und MK-4 normalerweise nicht außerhalb der Leber. MK-7 reichert sich jedoch schon bei geringer Zufuhr in Oberschenkelknochen, Gehirn, Hoden, Nieren und in der Bauchspeicheldrüse an. Die genauen Unterschiede werden im Folgenden beschrieben.

Vitamin K Mangel verursacht tödliche Krankheiten

Der Zusammenhang zwischen Vitamin K Mangel und chronischen und oft tödlichen Krankheiten ist noch nicht lange bekannt und weltweit Gegenstand aktueller Forschung, wie folgende Beispiele aufzeigen:

Vitamin K reguliert die Blutgerinnung

Die Regulation der Blutgerinnung ist ein vitamin-K-abhängiges Zusammenspiel von gerinnungsfördernden, gerinnungshemmenden und blutgerinselauflösenden Proteinen mit dem Ziel, den lebensgefährlichen Blutverlust bei Verletzungen schnell zu stoppen und eine tödliche Verstopfung der Blutgefäße durch Blutgerinnsel (Thrombosen) zu vermeiden. Dieses empfindliche Gleichgewicht wird durch 12 Blutgerinnungsfaktoren gewährleistet. Die in der Leber produzierten Blutgerinnungsfaktoren II, VII, IX, X müssen jedoch durch Vitamin K erst aktiviert werden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Ein Vitamin-K-Mangel kann deshalb zu tödlichen äußeren und inneren Blutungen führen.

Vitamin K verhindert Thrombosen

Thrombosen können tödlich sein können, wenn sie Herzkranzgefäße oder Blutgefäße im Gehirn versorgen. Die Ursachen von Thrombosen sind

  1. kalziumhaltige Ablagerungen in den Blutgefäßen, die den Innendurchmesser von Arterien oder Venen stark reduzieren und
  2. die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus), die die verengten Arterien oder Venen verstopfen und den Blutfluss stoppen können.

Der Stoffwechsel verfügt jedoch über besondere Proteine, die eine Verkalkung der Arterien verhindern und Blutgerinnsel auflösen. Dazu gehören MGP, Protein S, Protein C und Protein Z.

Die Aktivierung dieser hoch aktiven Schutzproteine ist allerdings Vitamin K abhängig. Deshalb kann ein Vitamin K Mangel zu tödlichen Thrombosen führen.

Vitamin K2 in hoher täglicher Dosierung ist ein effektiver Schutz sowohl gegen Thrombosen als auch gegen Arteriosklerose.

Vitamin K2 gegen Artheriosklerose

Blausen 0088 BloodClot Bei der Arteriosklerose (Arterienverkalkung) kommt es zu kalziumhaltigen Ablagerungen (Plaques) an der Innenwand der Arterien. Die Adern werden nicht nur verengt, sie verlieren auch ihre Elastizität. Der Blutdruck steigt. Die Arterien werden brüchig. Die Gefahr, dass selbst kleine Blutgerinnsel die Adern verschließen, wächst. Solche Plaques bilden sich bevorzugt in Herzkranzgefäßen, in der Halsschlagader, der Hauptschlagader und den großen Beinarterien. Sogar Kinder sind schon von arteriosklerotischen Plaques betroffen.

Der Stoffwechsel verfügt jedoch über Regulationsmechanismen, die Plaques verhindern können, vorausgesetzt, er verfügt über genügend Vitamin K. Denn Vitamin K und Vitamin D führen zu einer gesteigerten Produktion des sogenannten Matrix Gla Proteins (MGP) in den Blutgefäßinnenwänden.

MGP ist der wohl effektivste körpereigene Rohrreiniger zur Entkalkung von Arterien und Wiederherstellung ihrer vollen Elastizität.

Aber warum leiden dann so viele Menschen unter Bluthochdruck und sterben an den Folgen von Arteriosklerose?

  • MGP muss erst aktiviert werden, bevor es seine Schutzfunktion entfalten kann.

Die Aktivierung von MGP ist vitamin-K-abhängig. Deshalb kann Vitamin-K-Mangel auch in Gegenwart von MGP zu einer rapiden Verkalkung und Versteifung der Blutgefäße mit potentiell tödlichen Folgen führen. Je höher die Serumkonzentration von nicht aktiviertem MGP ist, desto größer sind der Vitamin K Mangel und das Herz-Kreislauf-Risiko.

Studien zu Vitamin K2 und Arteriosklerose

Eine Studie mit 244 gesunden Frauen (Alter: 55-65) enthüllte, dass eine tägliche Nahrungsergänzung mit 180 Mikrogramm (μg) Vitamin K2 (MK-7) im Verlauf von drei Jahren die Serumkonzentration von nicht aktiviertem MGP um 50% reduzierte und die Versteifung ihrer Arterien nicht nur verhinderte, sondern sogar reduzierte. Im Vergleich dazu zeigten die Frauen in der Placebo-Gruppe eine zunehmende Arterienverhärtung durch Plaques (Knapen et al. 2015). Die tägliche Zufuhr von 360 μg Vitamin K2 MK-7 aktivierte sogar 90% des im Blut zirkulierenden MGP (Theuwissen et al. 2012). Die Vitamine K1 und MK-4 hatten keine solche Wirkung.

Vitamin K2 gegen Herzinfarkt und Schlaganfall

Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt, Herzschlag, Herzanfall) ist die Folge des Verschlusses einer oder mehrer  Herzkranzgefäße. Infolge dessen werden Teile des Herzmuskels nicht mehr mit Blut versorgt und sterben ab, was bis zum Herzversagen führen kann. Wird eine Arterie im Gehirn durch ein Blutgerinnsel oder arteriosklerotische Plaques verstopft, spricht man von einem Schlaganfall oder Hirnschlag. Die Plaques in den Arterien des Gehirns reduzieren aber auch deren Elastizität. Stress und Anstrengung können die brüchigen Gefäße jetzt leicht zum Bersten bringen. Folge davon ist ebenfalls ein Schlaganfall. Denn auch in diesem Fall werden Teile des Gehirns nicht mehr durchblutet und sterben ab. Herzinfarkt und Schlaganfall gehören zu den häufigsten Todesursachen. Wer sie überlebt, wird nicht selten ein Pflegefall. Die Ursache für beide Erkrankungen ist dieselbe: Arterienverkalkung!

Vitamin K kann sowohl Plaques als auch eine Versteifung der Arterien und die Bildung gefährlicher Thrombosen verhindern. Deshalb ist Vitamin K ein hoch effektiver Schutz gegen Herzinfarkt und Schlaganfall. Das belegen zahlreiche Studien.
Wie der Schutzmechanismus genau funktioniert, ist noch nicht geklärt. Jedoch weiß man bisher, dass Vitamin K zahlreiche Schutzproteine aktiviert, die die Blutgerinnung regulieren und Blutgerinnsel auflösen. Dazu gehören neben MGP und den oben genannten vier Blutgerinnungsfaktoren die Proteine C, S und Z. Neben Vitamin K2 hat sich auch Vitamin D3 als extrem effektiver Schutz gegen Herzinfarkt und Schlaganfall erwiesen. Insofern sollte man beide Vitamine unbedingt miteinander kombinieren.

Vitamin K2 und Herzkrankheiten

Eine 10-Jahres-Studie (1990-2000) mit 4807 holländischen Frauen und Männern über 55 Jahren zeigte, dass eine tägliche Zufuhr von 27 μg bzw. 41μg Vitamin K2 aus der Nahrung das Sterblichkeitsrisiko für Herzkrankheiten um 27% bzw. 57% senkte. Die Gesamtsterblichkeit und das Risiko einer ernsten Verkalkung der Hauptschlagader wurden durch Vitamin K2 um 26% (27 μg Vitamin K2/Tag) bzw. 52% (41 μg K2/Tag) reduziert. Vitamin K1 (113-373 μg/Tag) hatte diesbezüglich keine Wirkung, wie die Fachzeitschrift „The Journal of Nutrition“ berichtete (Geleijnse et al. 2004). Forschungen zeigen, dass steigende Serumkonzentrationen von nicht aktiviertem MGP mit einem steigenden Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck einhergehen.

Vitamin K2 killt Krebszellen

Krebszellen entstehen jeden Tag. Ein intaktes Immunsystem erkennt die Krebszellen und vernichtet sie. Es hat tatsächlich den Anschein, als ob Vitamin K2 gegen alle Krebsarten auf ähnliche Weise wirkt. Wie genau die antikanzerogene Wirkung von Vitamin K2 auf Stoffwechsel-Ebene abläuft, ist Gegenstand der aktuellen Forschung. Folgende Wirkungen von Vitamin K auf Krebs sind bisher bekannt:

  • Hemmung des Krebswachstums
  • Aktivierung der Fresszellen, die die Krebszellen vernichten
  • Unterbindung der Blutversorgung des Tumors (Angiogenese)
  • Aktivierung der genetisch programmierten Selbstzerstörung der Krebszellen (Apoptose)
  • Hemmung der gefährlichen Metastasierung der Krebsgeschwüre
  • Vitamin K2 wirkt entzündungshemmend und schützt als starkes „Antioxidans“ die Zellen und ihre Proteine vor den im Stoffwechsel permanent entstehenden krebserzeugenden Radikalen.
  • Das körpereigene Protein Gas6 (Growth arrest specific protein) reguliert eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen, die an der Krebsentstehung beteiligt sind, darunter

Gas6 kann seine biologische Aktivität nur entfalten, nachdem es durch Vitamin K2 aktiviert wurde. Nicht aktiviertes Gas6 könnte manche Krebsarten sogar begünstigen.

Krebsstudien zu Vitamin K2

Eine Vitamin-K2-Studie beobachtete 24340 Erwachsene im Alter von 35-64 Jahren (EPIC-Studie) über einen Zeitraum von 10 bis 14 Jahren. Die Forscher kamen zu folgendem Ergebnis:

  • Das Risiko, Lungenkrebs und Prostatakrebs zu bekommen, und das Risiko, an Krebs zu sterben, waren um so geringer, je mehr Vitamin K2 die Teilnehmer aus der Nahrung zu sich nahmen.
  • Das Prostatakrebsrisiko wurde durch Vitamin K2 um 35% gesenkt, das Risiko für metastasierenden Prostatakrebs sogar um 63%. Prostatakrebs ist nach Lungenkrebs und Darmkrebs die häufigste zum Tode führende Krebsart bei Männern.
  • Vitamin K2 reduzierte das Lungenkrebsrisiko und die Sterberisiko von Lungenkrebs um bis zu 62%.

Die starke Schutzwirkung von Vitamin K2 gegen Krebs wurde in zahlreichen Krebsstudien nachgewiesen, insbesondere bei Lungenkrebs, Leukämie, Magenkrebs, Eierstock-Krebs, Gallengang-Karzinom, Leberkrebs, Hirntumore (Glioblastom), Darmkrebs und Brustkrebs. Brustkrebs gehört bei Frauen vor Lungenkrebs und Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten mit Todesfolge (Quelle: DFG). Die Behandlung von Krebs mit Chemotherapie muss oftmals wegen ihrer schwerwiegenden Nebenwirkungen auf das gesunde Gewebe abgebrochen werden. Die Verabreichung von Vitamin K2 im Rahmen einer Chemotherapie könnte solche Nebenwirkungen erheblich reduzieren, insbesondere in Kombination mit Vitamin D3.

Vitamin K2 verbessert die Gehirnfunktion

Das Gehirn besteht aus einem Netzwerk aus Nervenzellen, die von (Sphingolipid-)Membranen umgeben sind. Diese Membranen spielen eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung und der Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz und kognitive Funktionenstörungen (Störung von Wahrnehmung, Intelligenz, Gedächtnis, Aufmerksamkeitsstörung) stehen in Zusammenhang mit dem Verfall der Nervenzellmembranen. Vitamin K2 ist beim Aufbau der Gehirnzellmembranen beteiligt, steuert die Entstehung und die Entwicklung neuer Gehirnzellen und spielt eine wichtige Rolle im zellularen Stoffwechsel gesunder Nervenzellen. Der Energiestoffwechsel des Gehirns wird ebenfalls durch Vitamin K2 gefördert. Denn Vitamin K2

  •  wirkt ähnlich wie Coenzym Q10 als Elektronenüberträger in der Atmungskette,
  • verbessert die Energieversorgung (ATP-Bildung) und
  • erhöht das Membranpotential der Nervenzellen.

Nicht zuletzt entwickelt Vitamin K2 starke antioxidative Eigenschaften, die die empfindlichen Gehirnzellen vor Zellschäden durch Radikale und andere reaktive Schadstoffe schützen. Daher verwundert es wenig, dass chronischer Vitamin K Mangel zu einer massiven Störung des Gehirnstoffwechsels und allen möglichen kognitiven Funktionsstörungen führen kann. Studien belegen, dass die meisten (wenn nicht alle) neurodegenerativen Erkrankungen mit einem Vitamin-K-Mangel einhergehen. Wer seinen Gehirnstoffwechsel anregen und sich vor Hirnschäden schützen will, sollte genügend Vitamin K2 zu sich nehmen. Auch Vitamin D3 schützt das Gehirn sehr effektiv.

Vitamin K gegen Diabetes

Eine im Jahr 2010 in der Fachzeitschrift „Diabetes Care“ erschienene niederländische Studie mit 38094 Männern und Frauen im Alter von 20-70 Jahren zeigte, dass eine tägliche Vitamin-K-Zufuhr das Typ-II-Diabetes-Risiko um bis zu 38% reduzieren könnte. Die Vitamin-K1-Zufuhr lag bei 95-333 μg/Tag, die Vitamin-K2-Zufuhr bei 15-49 μg/Tag. Vitamin-K1 zeigte nur bei einer hohen Einnahme eine Wirkung (>200 μg/Tag). Je mehr Vitamin K2 aufgenommen wurde, desto mehr reduzierte sich das Typ-II-Diabetes-Risiko. Eine höhere Vitamin K2-Aufnahme verbesserte zusätzlich die Zusammensetzung der Blutfette (das Blutlipidprofil) und verringerte den Entzündungsmarker CRP im Blut. Eine im Jahre 2012 veröffentlichte spanische Studie mit 1925 Männern und Frauen im Alter von 55-80 Jahren zeigte, dass Vitamin K1 bei einer mediterranen Ernährungsweise das Auftreten von Typ-II-Diabetes in den nächsten 5,5 Jahren für jede zusätzliche Vitamin-K1-Zufuhr von 100 μg/Tag um 17% senkte. Nahmen die Teilnehmer in dieser Zeit mehr Vitamin K1 zu sich, konnten sie das Typ-II-Diabetes-Risiko im Vergleich zu denen, die ihre Vitamin-K1-Zufuhr nicht änderten oder reduzierten, sogar um 51% senken. Die Vitamin-K1-Zufuhr lag in der Studie zwischen 166-467 μg K1/Tag.

Vitamin K und Übergewicht

Vitamin K2 ÜbergewichtÜbergewichtig und insbesondere adipöse (fettleibige) Erwachsene zeigen eine höhere Konzentration von Vitamin K im Fettgewebe, insbesondere in dem besonders gefährlichen Bauchfett (Viszeralfett) als in allen anderen Organen (Bauchspeicheldrüse, Leber, Niere, Gehirn). Die Vitamin-K-Konzentration im Blut ist jedoch oft so gering, dass auch bei ausreichender Vitamin-K-Zufuhr gemäß des tägliche empfohlenen Vitamin K Bedarfs nicht einmal die Vitamin K abhängigen Gerinnungsfaktoren (Prothrombin) vollständig aktiviert sind (Shea et. al. 2009). Je höher der Körperfettanteil ist, desto weniger Vitamin K zirkuliert im Blut und anderen Geweben, weil Körperfett das mit der Nahrung aufgenommene fettlösliche Vitamin K aufsaugt und dem Stoffwechsel entzieht. Der fortschreitende Vitamin-K-Mangel führt zu steigender Insulinresistenz, einer Verringerung der Glukosetoleranz und einer zunehmenden Neigung, Fett einzulagern – ein Teufelskreis. Studien weisen darauf hin, dass Vitamin K die Insulinproduktion, die Insulinempfindlichkeit und die Glukosetoleranz verbessert und vor Insulinresistenz, Bluthochdruck und Diabetes Typ II schützt. Es ist somit davon auszugehen, dass Vitamin K vor Übergewicht schützt und beim Abnehmen hilft. Die Zufuhr von Vitamin K muss mit zunehmendem Körperfettanteil jedoch stark erhöht werden. Wer schlank bleiben, schnell abnehmen oder seinen Stoffwechsel ankurbeln will, sollte deshalb darauf achten, genügend Vitamin K2 zu sich zu nehmen.

Vitamin K gegen Osteoporose

In Deutschland sind fast acht Millionen Menschen von Osteoporose betroffen. Osteoporose ist eine Demineralisierung der Knochen (Knochenerweichung) mit verminderter Knochendichte und einer Schädigung der kollagenen Mikroarchitektur der Knochen. Folge dieser Knochenstoffwechselstörung ist ein zunehmendes Risiko von Knochenbrüchen – selbst bei geringer Gewalteinwirkung – und eine ansteigende Entgleisung des Hormonstoffwechsels. Denn das Skelett ist auch ein hormonbildendes (endokrines) Organ, das den Calciumstoffwechsel, Fettstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel und den Energiestoffwechsel beeinflusst.

Osteoporose Ursachen

Als Ursachen für Osteoporose und ihren abgeschwächten Formen (Osteopenie und Osteomalazie) gelten neben Bewegungsmangel insbesondere ein Mangel an Calcium, Magnesium, Bor, Vitamin D, Vitamin C und vor allem Vitamin K. Die zentrale Rolle von Vitamin K im Knochenstoffwechsel wurde entdeckt, als man feststellte, dass Osteoporosepatienten mit Wirbelbrüchen und Oberschenkel(hals)frakturen einen ausgeprägten Vitamin-K-Mangel aufwiesen. Der Aufbau der Knochenmatrix und deren Mineralisierung werden durch das von den Knochenzellen (Osteoblasten) gebildete Hormon Osteocalcin gesteuert. Voraussetzung dafür ist, dass das Osteocalcin nach seiner Bildung aktiviert wurde. Die Aktivierung von Osteocalcin ist vitamin-K-abhängig. Deshalb führt ein Vitamin K Mangel auch dann zu Osteoporose, wenn der Knochenstoffwechsel über alle anderen Stoffe, einschließlich Calcium und Vitamin D, verfügt.

Osteoporose Therapie

Umgekehrt lässt sich eine Osteoporose – auch bei Männern – mit Vitamin K aufhalten und sogar rückgängig machen, wenn alle anderen Vitalstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Vitamin K, insbesondere Vitamin K2 MK-7,

  1. aktiviert die Knochenbildung durch die Osteoblasten (Yamaguchi et al. 2001)
  2. unterdrückt den Knochenabbau (Yamaguchi 2001)
  3. regt die Neubildung von Osteoblasten an und unterdrückt die Bildung von Osteoklasten (Koshihara et al. 2003; Yamaguchi et al. 2011),
  4. unterstützt die Mineralisierung der Knochen durch Aktivierung des Hormons Osteocalcin,
  5. stärkt die Knochenstruktur und
  6. verbessert die Knochengesundheit.

Mehr als die Hälfte des Knochenvolumens besteht aus Kollagen. Dieses Eiweiß bildet die die Knochenmatrix, an der sich Calcium und andere Mineralien anlagern, um dem Knochen seine Stabilität zu verleihen. Der Kollagenanteil der Knochen und dessen Vernetzungsgrad bestimmen die Flexibilität und Elastizität des Knochens. Je größer der Kollagenanteil der Knochen ist, desto größer ist ihre Bruchfestigkeit. MK-7 steigert die Kollagenproduktion der Osteoblasten (Sato et al. 2013). Vitamin C sorgt für eine optimale Vernetzung der weichen und elastischen Kollagenmatrix. Vitamin D3 bewirkt bei ausreichender Mineralstoffzufuhr eine optimale Calcium- und Magnesiumversorgung. Das durch MK-7 aktivierte Osteocalcin ermöglicht bei ausreichender mechanischer Belastung der Knochen durch regelmäßige körperliche Aktivität für eine optimale Mineralisierung der Knochen. Das Ergebnis ist eine optimierte Knochengesundheit.

Osteoporose Studien

Vitamin K2 (1-45mg MK-4/Tag, 1-2 Jahre) kann Wirbelbrüche um 60%, Oberschenkelhalsbrüche um 77% und Knochenbrüche (außer Rückenwirbel) um 81% reduzieren (Cockayne 2006). Im Tiermodell konnte MK-7 Osteoporose nach den Wechseljahren vollständig zum Stillstand bringen. Eine in der Zeitschrift „The American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlichte 10-Jahres-Studie mit 72327 Frauen (Alter: 38-68 Jahr) kam zu folgendem Ergebnis: Die tägliche Zufuhr von mindestens 109 μg Vitamin K1 senkte das Risiko eines Oberschenkelhalsbruches um 30%. Frauen die täglich mindestens 227 g grünen Blattsalat (ca. 55-235 μg K1) zu sich nahmen, hatten ein 45% geringeres Risiko, in den kommenden 10 Jahren einen Oberschenkelhalsbruch zu erleiden, als Frauen , die höchstens einmal in der Woche Salat aßen. Bei Senioren im Alter von 70-80 Jahren kann Vitamin K1 das Hüftfraktur-Risiko um 65% reduzieren, berichtet eine Studie mit 335 Männern und 553 Frauen beim Vergleich einer Vitamin K1 Zufuhr von 254 mit 56 μg/Tag. Eine Änderung der Knochenmineraldichte wurde nicht beobachtet (Booth et al. 2000). Eine Studie an 741 Männern und 863 Frauen im Alter von 32-86 Jahren enthüllte, dass eine geringe Vitamin-K-Versorgung bei Männern zu einer verringerten Knochendichte des Oberschenkelhalses und bei Frauen nach den Wechseljahren ohne Östrogenersatztherapie zu einer Demineralisierung der Lendenwirbel führte (Booth et al 2004). Eine Metaanalyse mit 82982 Erwachsenen (Alter: 30+ Jahre) zeigte eine 3%ige Verringerung des Risikos von Knochenbrüchen pro 50 μg Vitamin K1/Tag innerhalb von zehn Jahren (Guangliang et al. 2017). Die tägliche Zufuhr von 400 μg Phyllochinon in Form von Vitamin K reicher Lebensmittel senkte das Fraktur-Risiko somit um 24%.

Vitamin K2 und Arthritis 

Ein Vitamin K Mangel kann das Risiko einer Kniegelenksarthritis um 56% erhöhen und das Risiko für Knorpelschäden mehr als verdoppeln. Vitamin K2 wirkt entzündungshemmend bei rheumatoider Arthritis (eine Form der Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift) und fördert die Selbstzerstörung schadhafter Gelenkknorpelzellen. So zeigte eine im Jahre 2015 veröffentlichte Studie, dass die Zufuhr von nur 100μg Vitamin K2 als MK-7 rheumatoide Arthritis erheblich verbessern konnte. Gelenkproblemen wie Arthrose (Gelenkabnutzung) oder Arthritis (Gelenkentzündung) werden durch Vitamin K Mangel verursacht und können mit Hilfe von Vitamin K in kurzer Zeit erheblich verbessert und vermieden werden. Andere Studien zeigten folgende Folgen von Vitamin K Mangel:

  • Eine Erhöhung des Risikos der Bildung von Knochenspornen an Hand und Knie um bis zu 50% (Neogi et al. 2006)
  • Etwa eine Verdreifachen des Risikos für Meniskus-Schäden
  • Eine Erhöhung des Risikos für Knorpelschäden um etwa 70%
  • Eine Verdoppelung des Risiko von Knochenabnutzung im Bereich des Kniegelenks (Shea et al. 2015)

Vitamin K Mangel

Vitamin K Mangel wird nur dann als klinisch relevant betrachtet, wenn die die Blutgerinnung gestört ist. Anzeichen dafür sind Blutungen (verstärkte Neigung zu Nasenbluten, Einblutungen im Auge, in der Haut, im Verdauungstrakt und anderen Körperstellen) infolge einer zu spät oder gar nicht einsetzenden Blutgerinnung. Da die vollständige Aktivierung der Blutgerinnungsfaktoren eine weit geringere Vitamin-K-Konzentration erfordert als die vollständige Aktivierung aller anderen vitamin-K-abhängigen Proteine und Hormone, kann es zu Osteoporose, Arteriosklerose, Arthritis und all den anderen hier genannten Stoffwechselstörungen kommen, obwohl die Blutgerinnungswerte normal sind. In diesem Fall spricht man von einem „subklinischen“ (versteckten) Vitamin-K-Mangel. Bisher sind mindestens 17 vitamin-K-abhängige Proteine (Gla-Proteine) und Hormone (Vitamin D-Hormon, Osteocalcin) bekannt, die den Körper vor chronischen und oft tödlichen Krankheiten schützen, vorausgesetzt die Proteine und Hormone wurden durch Vitamin K aktiviert. Die epidemieartige Verbreitung der hier genannten chronischen Krankheiten führt zu folgender Schlussfolgerung:

Nahezu jeder, der von den hier genannten Stoffwechselstörungen betroffen ist, hat einen subklinischen Vitamin-K-Mangel.

Vitamin K Mangel richtig feststellen

Die klinische Feststellung eines Vitamin K Mangels orientiert sich an einer Blutgerinnungsstörung. Eine optimale Blutgerinnung bedeutet lediglich, dass kein extremer Vitamin-K-Mangel vorliegt, mehr nicht! Zur Feststellung eines versteckten (subklinischen) Vitamin-K-Mangels eignet sich die Messung der Serumkonzentration des nicht aktivierten (nicht carboxylierten) Osteocalcins (ncOC). Ist die Serumkonzentration des ncOC größer oder gleich ≥ 4,5 ng/ml, liegt ein Vitamin K Mangel vor, ist sie ≥ 5,5 ng/ml steigt das Risiko von Knochenbrüchen unabhängig von der Knochendichte rapide an (Shiraki et al. 2007). Die Einnahme von 100 μg MK-7 zusätzlich zur Vitamin K Zufuhr aus der Ernährung (72 μg K1 inkl. geringer Mengen MK4) senkt die ucOC-Konzentration unter 4,5 ng/ml und verringert das Risiko künftiger Knochenbrüche bei gesunden Erwachsenen (Inaba et al. 2015). Infolge dieser Erkenntnisse hat das Gesundheitsministerium in Japan im Jahre 2015 den Tagesbedarf für Vitamin (RDA) von 60–75 μg auf 150 μg angehoben. Der vitamin K-Bedarf von Kranken, Schwangeren, Übergewichtigen, Kindern und von Erwachsenen nach den Wechseljahren kann erheblich höher sein.

Vitamin K Mangel Ursachen

Vitamin K Mangel wird durch folgenden Ursachen ausgelöst:

  1. Zu geringe Aufnahme von grünem Blattgemüse und Olivenöl (Vitamin K1)
  2. Zu geringe Aufnahme von Vitamin K2 haltigen Nahrungsmitteln
  3. Fettabsorptionsstörungen (Aufnahme von Fett aus dem Darm ist gestört)
  4. Magen-Darm-Erkrankungen (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Zöliakie, …)
  5. Essstörungen (Bulimie)
  6. Lebererkrankungen (verminderten Gallenfluss)
  7. eine zu geringe Ausschüttung fettverdauender Enzyme (Lipasen) aus der Bauchspeicheldrüse
  8. Genetisch bedingte Stoffwechselstörungen
  9. Eine erhöhte Zufuhr von Vitamin D
  10. Erkrankungen, die durch einen Vitamin K Mangel verursacht wurden
  11. Fettblocker
  12. Low Fett Diäten / fettreduzierte Diäten oder Nahrungsmittel
  13. Antibiotikatherapie über eine Dauer von 10 Tagen
  14. Blutgerinnungshemmer (Vitamin K Antagonisten)

Vitamin D3 in Dosierungen oberhalb von 5000 IE / Tag scheint den Vitamin-K-Speicher zu entleeren und so einen Vitamin K-Mangel auszulösen (IE: Internationale Einheiten). Deshalb sollte man Vitamin-D3 immer mit Vitamin-K kombinieren.

Blutgerinnungshemmer 

Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) werden zur Thromboseprophylaxe verschrieben und sind unter den Namen Warfarin, Coumadin®, Dicumarol oder Marcumar bekannt. Antikoagulanzien können als Vitamin-K-Antagonisten (Gegenspieler) zu einem Vitamin K Mangel führen. Umgekehrt kann Vitamin K die Wirkung von Blutgerinnungshemmern neutralisieren. Wer Blutgerinnungshemmer einnimmt, sollte deshalb die Vitamin-K-Zufuhr während der Medikamenteneinnahme konstant halten. Die zusätzliche Einnahme von 100-200 mg Vitamin-K1 zur normalen Ernährung hat keine Wirkung auf die Blutgerinnung (INR-Wert), die Einnahme von nur 10 μg MK-7/Tag kann die Wirkung dieser Medikamente jedoch signifikant beeinflussen. An diesem Beispiel erkennt man gut, wie unterschiedlich verschiedene Vitamin-K-Arten auf den Stoffwechsel wirken. Ob eine langfristige Einnahme von Blutgerinnungshemmern sinnvoll ist, darf angesichts der hier beschriebenen vielfältigen lebenswichtigen Stoffwechselwirkungen von Vitamin K bezweifelt werden.

Antibiotika

Bestimmte Breitbandantibiotika, insbesondere Cephalosporine wie Cefobid®, können die Blutgerinnung bei einer Einnahme von mehr als zehn Tagen beeinträchtigen und zu Blutungen führen. Ursache dafür ist die Zerstörung der Vitamin K2 produzierenden Bakterien in der Darmflora, vor allem aber die Blockierung der Enzyme, die verbrauchtes Vitamine K im Stoffwechsel wieder recyceln können (Vitamin K Zyklus).

Low Fat Diät und Fettblocker

Die Aufnahme von Vitamin K aus dem Darm erfordert eine Mindestmenge an Nahrungsfett oder Öl (z. B. Olivenöl). Fettblocker (Orlistat, Xenial, Olestra) oder eine fettarme Ernährung (Low Fat Diät) reduzieren die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und können deshalb auch bei ausreichender Vitamin-K-Zufuhr einen Vitamin-K-Mangel auslösen.

Vitamin K Mangel Symptome

Ein Vitamin K Mangel kann sich in folgenden Symptomen zeigen:

  1. Gestörte Blutgerinnung
  2. Erhöhte Neigung zu äußeren und inneren Blutungen auch ohne äußere Gewalteinwirkung
  3. Erhöhter Blutverlust bei Verletzungen infolge von Blutgerinnungsstörungen
  4. Schlechte Wundheilung
  5. Erhöhte Neigung zum Nasenbluten, Zahnfleischbluten, blauen Flecken und Blutergüssen (Hämatome)
  6. Blutiger Harn
  7. Rötlicher oder schwarzer Stuhl
  8. Sprach- und Wortfindungsstörungen
  9. Sehstörungen
  10. Kopfschmerzen
  11. Krankhaft verlängerte lange Blutgerinnungszeit
  12. Müdigkeit
  13. Immunschwäche
  14. Hohe Infektionsanfälligkeit
  15. Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  16. Burnout
  17. Knochenschwund (Osteoporose)
  18. Verringerte Knochendichte
  19. Erhöhte Brüchigkeit der Knochen trotz ausreichender Knochendichte
  20. Arthritis und Arthrose
  21. Die hier beschriebenen chronischen Erkrankungen

Die genannten Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben. Konsultieren Sie dazu ihren Arzt.

Vitamin K2 K1 Bioverfügbarkeit

Alle mit der Nahrung aufgenommenen Vitamin-K-Arten werden durch aktiven Transport im Dünndarm aufgenommen und in Form triglyceridreicher Lipoproteine (TRL) zur Leber transportiert. Jedoch gelangen nur extrem hohe Konzentrationen von K1 und MK4 von der Leber in die Blutbahn. Anders als K1 und MK-4 erreichen die K2-Vitamine MK-7 bis MK-13 auch bei geringer Aufnahme hohe und lang anhaltende Serumkonzentrationen außerhalb der Leber. Deshalb eignen sie sich hervorragend zur Aktivierung aller vitamin-K-abhängigen Proteine. Phyllochinon aus grünem Blattgemüse ist die vorherrschende Form von Vitamin K in der westlichen Ernährung. Seine Bioverfügbarkeit jedoch ist gering, weil Phyllochinon im Inneren der Pflanzenzellen (Chloroplast) extrem fest gebunden ist. Nur 3-14% des Phyllochinons aus Spinat oder Broccoli werden vom Dünndarm aufgenommen. Als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von Pflanzenölen wird Vitamin-K1 bis zu 80% vom Darm absorbiert. Vitamin K2 hat eine Bioverfügbarkeit von bis zu 100%, weil ist nicht Pflanzen gebunden ist. Eine orale Aufnahme von 420 μg MK-4 ist im Serum nicht nachweisbar, 420 μg MK-7 führen hingegen zu einem starken Konzentrationsanstieg im Serum, der erst nach 72 Stunden unter der Nachweisgrenze liegt. Freies K1 aus Nahrungsergänzung und MK7 erreichen etwa vier Stunden nach der Vitaminzufuhr das Konzentrationsmaximum im Blut. K1 aus Gemüse benötigt dafür 6 Stunden. Zur optimalen Resorption der fettlöslichen Vitamine K1 und K2 ist Öl oder Fett erforderlich. Kurz- und mittelkettige gesättigte Fettsäuren (Kokosfett, Palmkernöl, Butter) steigern die Aufnahme über den Darm. Langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Fischöle, Leinöl) hemmen die Resorption von Vitamin K1 und K2.

Vitamin K2 K1 Halbwertszeiten

Die Halbwertszeit ist die Zeit, nach der die Serumkonzentration von Vitamin K auf die Hälfte gesunken ist. Je größer die Halbwertszeit ist, desto länger ist das Vitamin für die Organe verfügbar. Daher ist die Halbwertszeit ein Maß für die Wirksamkeit von Vitamin K. Die Halbwertszeit on Vitamin K1  liegt bei 1-2 Stunden, die von MK-4 unter einer Stunde, die von MK-7 bei 68 Stunden (Buitenhuis et al. 1990, Schurgers et al. 2007). Die Vitamere MK-8, bis MK-13 haben eine mit MK-7 vergleichbar lange oder längere Halbwertszeit und eine ähnliche Aktivität wie MK-7.

Vitamin K1K2 MK-4K2 MK-7MK-8 bis MK-13
1-2 Stunden< 1 Stunde68 Stunden> 68 Stunden
Vitamin K1 und MK-4 sind schon wenige Stunden nach der Aufnahme im Blut nicht mehr nachweisbar. MK-7 ist aufgrund seiner 34-mal höheren Verweildauer im Stoffwechsel auch nach einer Woche noch im Serum messbar. Der Grund dafür ist wohl die unterschiedliche Fettlöslichkeit der K-Vitamine:

  • Beide K-Vitamere gelangen an Triglyceride gebunden vom Darm in die Leber. Aber nur MK-7 bis MK-13 können die Leber über die Low-Density-Lipoproteine (LDL) leicht wieder verlassen. K1 und MK-4 können diese Transportsystem offenbar nicht nutzen und werden von der Leber schneller abgebaut.

Mit MK7 kann bei regelmäßiger Zufuhr eine hohe konstante Serumkonzentration erreicht werden. Deshalb eignet sich MK-7 auch bestens zur Aktivierung aller vitamin-K-abhängigen Proteine und Hormone außerhalb der Leber.

Vitamin K2 oder K1

Vitamin K2 MK-7 scheint drei bis sechsmal effektiver zu sein als Vitamin K1 und Vitamin K2 MK-4. Dies gilt für die Aktivierung der Blutgerinnungsfaktoren und aller andern vitamin-K-abhängigen Proteine.  Als Gründe dafür gelten die extrem lange Verweildauer im Blut und die hohe Effektivität hinsichtlich der Aktivierung aller vitamin-K-abhängigen Proteine. So zeigte MK-7 eine beinahe 5-mal so hohe Wirksamkeit wie MK-4 bei der Aktivierung von Osteocalcin (Komatsu 2008, Tsukamoto 2000, Buitenhuis 1990). Die Nahrungsergänzung mit 500 μg MK-4/Tag für zwei Monate hatte keine Wirkung auf die Aktivierung (Carboxylierung) von Osteocalcin. Erst eine Dosis von 1500 μg MK-4/Tag zeigte eine deutliche Aktivierung von Osteocalcin (Sato et. al. 2012).

Vitamin-K-Stoffwechsel

Vitamin-K-ZyklusVitamin K muss erst aktiviert werden, bevor es seine biologische Aktivität als Cofaktor des Enzyms γ-Glutamylcarboxylase entfalten kann. Die Aktivierung von Vitamin K erfolgt durch enzymatische Umwandlung in das biologisch aktive Vitamin-K-Hydrochinon (Vitamin KH2). Bei der Aktivierung der vitamin-K-abhängigen Proteine durch γ-Caboxylierung ihrer Glutaminsäurereste wird KH2 in das inaktive Vitamin-K-Epoxid (Vitamin KO) umgewandelt und mithilfe eines anderen Enzyms wieder zu Vitamin K recycelt. Dieser Stoffwechselprozess wird als Vitamin-K-Zyklus bezeichnet (siehe Abbildung). Blutgerinnungshemmer  und Antibiotika können den Vitamin-K-Zyklus durch die Blockierung seiner beiden Enzyme aushebeln und dadurch einen fatalen Vitamin-K-Mangel auslösen. Der Stoffwechsel verwendet Vitamin K primär zur Aktivierung der Blutgerinnungsfaktoren. Alle anderen vitamin-K-abhängigen Proteine werden erst bei höherer Vitamin-K-Zufuhr aktiviert. Die vorrangige Nutzung von Vitamin K zur Aktivierung der Blutgerinnungsfaktoren ist sinnvoll, weil das Stoppen von Blutungen und die Beseitigung von Blutgerinnseln für das Überleben oberste Priorität haben. Alle anderen Stoffwechselprozesse sind demgegenüber nachrangig. Vitamin K ist in seiner Hydrochinon-Form (Vitamin KH2) ein starkes Antioxidans, das die Zellen als hoch potenter Radikalfänger sehr effektiv vor oxidativem Stress schützt. Der Körper ist in der Lage, Vitamin K1 mit Hilfe eines Enzyms (UbiA Prenyltransferase) in Vitamin K2 (MK-4) und MK-4 in MK-8 umzuwandeln. Die Ausscheidung der Vitamine K1 und K2 erfolgt (nach ihrer Glucuronidierung) etwa zu 80% über den Stuhlgang. Etwa 20% der K-Vitamine werden nach der Verkürzung der Seitenkette (durch beta-Oxidation) über die Nieren ausgeschieden.

Vitamin K Tagesbedarf

Die Empfehlungen für den Tagesbedarf von Vitamin K wurden in den letzten Jahren mehrfach erhöht, weil erkannt wurde, dass Vitamin K nicht nur für die Blutgerinnung wichtig ist, sondern auch eine immense Bedeutung für die Gesundheit aller anderen Organe hat. Es ist Deshalb davon auszugehen, dass die Bedarfsempfehlungen für Vitamin K auch künftig weiter erhöht werden. Denn die Vitamin-K-Forschung ist längst nicht abgeschlossen.

DGE Empfehlung Vitamin K Bedarf

Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der Tagesbedarf für Vitamin K bei Erwachsenen bei 1 μg/kg/Tag. Je nach Alter und Geschlecht werden folgende Vitamin-K-Mengen für den täglichen Bedarf empfohlen:

AlterMännerFrauenSchwangereStillende
0-4 Monate4.0 μg4.0 μg
4-12 Monate10 μg10 μg
1-4 Jahre15 μg15 μg
4-7 Jahre20 μg20 μg
7-10 Jahre30 μg30 μg
10-13 Jahre40 μg40 μg
13-15 Jahre50 μg50 μg60 μg60 μg
15-51 Jahre70 μg60 μg60 μg60 μg
51+ Jahre80 μg65 μg

EU-Empfehlung für den Vitamin K Bedarf

Die Europäische Kommission empfiehlt für Erwachsene einen Vitamin-K-Bedarf von 75 μg / Tag (Quelle: European Community: COMMISSION DIRECTIVE 2008/100/EC).

USA-Vitamin K Bedarfsempfehlung

In den USA gelten die Vitamin-K-Bedarfsempfehlungen des National Institutes of Health (NIH) und des Institute of Medicine (IoM), die in folgender Tabelle zusammengefasst sind:

AlterMännerFrauenSchwangereStillende
0-6 Monate2.0 μg2.0 μg
7-12 Monate2,5 μg2,5 μg
1-3 Jahre30 μg30 μg
4-8 Jahre55 μg55 μg
9-13 Jahre60 μg60 μg
14-18 Jahre75 μg75 μg75 μg75 μg
19+ Jahre120 μg90 μg90 μg90 μg

Tagesbedarfsempfehlungen zu niedrig

Die genannten Empfehlungen der DGE, EU und USA für Vitamin K sind aus folgenden Gründen ungenügend und nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung:

  1. Basis der genannten Empfehlung ist eine normale Blutgerinnung (Hämostase). Die Blutgerinnungswerte sind normal, wenn alle Blutgerinnungsfaktoren durch Vitamin K aktiviert wurden. Die Aktivierung aller anderen vitamin-K-abhängigen Proteine (MGP, Gas6, Protein S, Protein C, Protein Z …) und Hormone (Osteocalcin, Vitamin D) erfordert jedoch eine weitaus höhere Vitamin-K-Zufuhr als die Aktivierung der Blutgerinnungsfaktoren.
    • So sind bei gesunden Erwachsenen im Alter von 18-45 Jahren 10-40% des zirkulierenden Osteocalcins und des MGP nicht aktiviert, obwohl die Blutgerinnung normal ist und die Tagesbedarfsempfehlungen eingehalten werden.
  2. Der heute empfohlene Tagesbedarf unterscheidet nicht zwischen Vitamin K1 und den K2-Varianten MK-4, MK-7 bis MK-14, obwohl die Vitamine sich in Bioverfügbarkeit, Verweildauer im Stoffwechsel und Wirkung, also ihrer Aktivität als Cofaktor der jeweiligen Enzyme, deutlich unterscheiden. Deshalb kann die biologische Wirkung verschiedener Vitamin-K-Vitamine trotz gleicher Zufuhrmenge um den Faktor 100 variieren. Die empfohlenen Tagesbedarfe lassen dies unberücksichtigt.

Grundlage für die Feststellung eines klinischen Vitamin-K-Mangels sollte nicht nur die Blutgerinnungszeit sein, sondern die möglichst vollständige Aktivierung aller vitamin-K-abhängigen Proteine und Hormone.

Vitamin K2 Dosierung

Die richtige Vitamin-K2-Dosierung kann individuell sehr verscheiden sein. Folgende Faktoren erhöhen den Vitamin-K-Bedarf:

  • Vitamin-D-Zufuhr über 5000 IE/Tag
  • Erhöhter Körperfettanteil
  • Infekte und chronische Erkrankungen
  • Schlafmangel
  • körperliche Aktivität
  • Stress
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wechseljahre bei Mann und Frau
  • Alter

Die tägliche Zufuhr von 360 μg MK-7/Tag reduziert den Anteil von nicht aktiviertem Osteocalcin nach drei Monaten um 63% und von nicht aktiviertem MGP um 57%. Die Konzentration des nicht aktivierten Osteocalcin lag bei 0,7 ng/ml. Die 45 Frauen und Männer der Studie hatten ein Alter von 18-45 Jahren (Theuwissen et al.2012). 180 μg MK-7/Tag verringerten den Anteil an nicht aktiviertem Osteocalcin von gesunden Frauen nach den Wechseljahren nach drei Jahren um 50% (Knapen et al. 2015). Die tägliche Einnahme von 1 mg Vitamin-K1 (in freier Form als Nahrungsergänzung) führte bei gesunden Erwachsenen im Alter von 19-36 Jahren zu einer nahezu vollständigen (98%) Aktivierung von Osteocalcin. Die Gesamtkonzentration von Osteocalcin im Blut oder die Blutgerinnung änderte sich hierbei nicht. 650 μg MK-7/Tag führten bereits nach 2 Wochen zu einem 60%igen Anstieg des aktivierten Osteocalcins. Nach meinen bisherigen Recherchen würde ich die Aufnahme von 200-400 μg MK-7/Tag zusätzlich zur gesunden Ernährung mit vitamin-K-reichen Lebensmitteln empfehlen. Dies gilt für alle Gesunden ab der Pubertät. Das entspricht der drei- bis sechsfachen Menge des empfohlenen Tagesbedarfs für Vitamin K.

Vitamin K2 und K1 Vorkommen

Vitamin K1 (Phylloquinon) ist pflanzlichen Ursprungs und findet sich vor allem in dunkelgrünem Blattgemüse (Grünkohl, Mangold, Spinat, Broccoli, Steckrüben, Kresse, Löwenzahn, Petersilie …) in Mengen zwischen 0-850 μg pro 100 g [1 μg (Mikrogramm) =0,0001 mg] und bestimmten Pflanzenölen (Sojaöl, Canolaöl, Olivenöl). Vitamin K2 Natto (1 μg / 100g)Vitamin K2 (Menachinon) kommt in Mengen von 0-370 μg pro 100 g in tierischen Produkten vor, insbesondere in Milchprodukten (MK-4), Käse (MK-8 und MK-9), Fleisch, Leber und Eigelb (MK-4). Besonders reich an MK-7 ist Natto. Natto ist ein traditionelles japanische Lebensmittel aus gekochten fermentierten Sojabohnen mit einem extrem hohen Anteil an Vitamin K2 (MK-7) von über 1000 μg K2/100 g. Wie viel und welche Arten von Vitamin K die einzelnen Lebensmittel enthalten, können Sie den unten aufgeführten Tabellen entnehmen.

Vitamin K2 aus der Darmflora

Vitamin K2 (Menachinon MK-10-13) wird in geringer Menge auch von den Mikroorganismen der intakten Darmflora erzeugt. Der Dünndarm als Hauptorgan der Vitamine-K-Aufnahme ist beim gesunden Menschen nahezu frei von Mikroorganismen. Jedoch wird das im Dickdarm gebildete Vitamin K2 vom Körper nur in geringer Menge auch Diffusion aufgenommen, weil der Fettgehalt in den unteren Darmabschnitten nur noch gering und der Darminhalt nicht mehr flüssig ist. Abgesehen davon hat die Dickdarmwand eine mehr als 100-mal geringere Oberfläche als die mit langen Zotten besetzte Dünndarmwand. Die Aufnahme von Nährstoffen ist daher sehr viel geringer. Dennoch trägt die körpereigene Synthese von Vitamin K2 zur Deckung des Bedarfs für eine normale Blutgerinnung bei. So kam es auch bei 5-wöchiger vitamin-K-freier Ernährung nur bei gleichzeitiger Gabe von Antibiotika zu ernsten Vitamin-K-Mangelerscheinungen. Die Antibiotika blockierten als Vitamin-K-Antagonisten (Gegenspieler) die körpereigene Regeneration von Vitamin K.

Vitamin K Zufuhr aus der Ernährung

Das in den westlichen Nahrungsmitteln enthaltene Vitamin K besteht zu 90% aus dem schlecht resorbierbaren Phyllochinon und zu 10% aus den gut resorbierbaren K2-Vitaminen. In der bei uns typisch westlichen Ernährung liegt die Zufuhr von Vitamin K1 bei 65-375 μg/Tag, die Menachinonzufuhr bei 15-50 μg/Tag. Etwa 78% des Vitamin K1 stammen aus Gemüse, der Rest aus Pflanzenölen. Etwa 53% des Vitamin K2 stammt aus Käse (MK8-9), 19% aus Milchprodukten (MK-4) und 17% aus Fleisch (MK-4). Den Vitamin-K-Gehalt der üblichen Nahrungsmittel finden Sie in folgender Tabelle.

Vitamin K1 Lebensmittel

In der folgenden Liste finden Sie die vitamin-K-reichsten Lebensmittel, mit denen Sie Ihre Vitamin K1 Versorgung auf natürliche Weise steigern können. Die angebenden Werte können je nach Bodenqualität, Sorte, Klima, Erntezeit, Verarbeitung und Art der Landwirtschaft teilweise um mehr als 100% variieren und dienen daher nur der groben Orientierung.

LebensmittelVitamin K1 Gehalt in μg/100g
Amaranth, Korn0
Apfel, Cox mit Schale6
Apfelsine4
Aprikose3
Aubergine0,5
Avocado19
Banane0,5
Basilikum, frisch335
Birne5
Blumenkohl, roh31
Bohnen, grün33
Brennnessel, blanchiert499
Broccoli, gekocht, abgetropft260
Broccoli, roh270
Brokkoli, wild, gekocht256
Brokkoli, wild, roh225
Brombeeren20
Brunnenkresse200
Buchweizen7,0
Butter14,9
Butter14,9
Canolaöl127
Cashewnüsse34
Champignon14
Chicoree, roh298
Chinakohl80
Cornflakes0,06
Couscous, gekocht0,1
Diestelöl11
Diestelöl11
Eisbergsalat35
Endiviensalat231
Erbse, grün36
Erdbeere5
Erdnüsse, geröstet0,4
Erdnussöl0,7
Fenchel, Blatt240
Fenchel. Knolle64
Gartenkresse542
Gerste, Schrot2,2
Grünkohl817
Gurke13
Haferflocken3,2
Haferkleie3,2
Hafermehl4
Hagebutten92
Haselnuss14
Himbeere10
Hirse, gekocht0,3
Hirse, Mehl0,8
Honigmelone0,5
Johannisbeere, rot11
Johannisbeere, schwarz30
Kakaobutter15
Kakaobutter15
Karotte15
Kastanien8
Kichererbse, Samen, trocken264
Kirsche, süß1,5
Kiwi30
Knoblauch, roh1,7
Kohl, Winter, äußere Blätter, roh189
Kohl, Winter, innere Blätter, roh52
Kohlrabi7
Kokosfett10
Kokosfett10
Kopfsalat129
Kürbiskerne51
Kürbiskernöl112
Kürbiskernöl112
Kürbiskernöl112
Kürbiskernöl112
Lauch47
Leinöl25
Leinöl25
Leinsamen5
Limabohne6
Linsen, gekocht1,7
Linsen, trocken22
Löwenzahnblätter778
Mais, Kleie0,3
Mais, Korn40
Mais, Korn0,3
Maiskeimöl3
Maiskeimöl3
Mangold330
Mangold, roh830
Möhren15
Mungbohne, trocken170
Okra40
Olivenöl55
Olivenöl55
Orangen0,1
Orangen, ohne Schale0,05
Palmöl8
Palmöl8
Paprika11
Paranüsse0
Pastinake1
Pastinaken, roh23
Pekanuss10
Petersilie, frisch1640
Pfirsich2
Pflaume8
Pflaumen, getrocknet180
Pinienkerne54
Pistazie60
Porree (Lauch), roh47
Portulak381
Quinoa, gekocht0
Radicchio, roh255
Rapsöl113
Rapsöl113
Reis, braun, lankorn, gekocht0,2
Reis, weiß, gekocht0,03
Reis, weiß, gekocht0
Rettich0,3
Roggen, Mehl, Vollkorn5,9
Römersalat103
Rosenkohl, äußere Blätter, roh456
Rosenkohl, innere Blätter, roh341
Rosenkohl, mittlere Blätter, roh404
Rosinen4
Rote Beete, Blätter, roh400
Rotkohl24
Rübstiele, gekocht520
Sauerkraut25
Schalotten, roh0,8
Schnittbohnen47
Schnittlauch, frisch570
Sellerie, Knolle41
Sesamöl10
Sesamöl10
Sesamsamen2
Sojabohne, trocken47
Sojamehl, vollfett200
Sojaöl138
Sojaöl138
Sonnenblumenkerne0
Sonnenblumenöl9
Sonnenblumenöl9
Spagetti, weiß, gekocht0,05
Spargel39
Spargel, roh42
Spinat, gekocht575
Spinat, roh387
Spirulina Alge, frisch300
Spirulina Alge, getrocknet3030
Steckrübe, Blätter518
Tomaten, roh5
Tomatensaft4
Trauben, kernlos8,6
Traubenkernöl280
Traubenkernöl280
Traubensaft0,4
Walnuss2
Walnussöl15
Walnussöl15
Wassermelone0,2
Weintrauben, kernlos15
Weißbrot1,9
Weißkohl66
Weizen, Korn1,9
Weizenkeime39
Weizenkeimöl24
Weizenkeimöl24
Weizenkleie83
Weizenmehl, Vollkorn (Typ 1700)1,9
Weizenvollkornbrot3,4
Wildreis, gekocht0,5
Wildreis, roh1,9
Wirsingkohl, roh69
Zitrone0,2
Zucchini11
Zuckermais3
Zuckermelone0,5
Zwiebel0,7
Zwiebel, getr.11

Vitamin K2 Lebensmittel

Vitamin K2 Lebensmittel und deren Gehalt an Vitamin K2 finden Sie in folgender Tabelle:

LebensmittelVitamin K2 Gehalt [μg / 100 g]
Aal2,5
Auster0,1
Butter15
Buttermilch2,5
Butterschmalz8
Camembert, Käse, 60% Fett2,0
Cheddar, Käse, 44% Fett2,8
Chester/Cheddar, 50% Fett i.Tr.2,3
Edamer, Käse, 55% Fett2,3
Emmentalerkäse, 45%Fett i. Tr.2,6
Entenbrust3,6
Feta, Käse, 32% Fett1,8
Flunder3
Forelle8
Frischkäse24,8
Frühstücksfleisch7,7
Gänseleberpastete369
Gänseschenkel31
Garnele (große Krabben)0
Gouda, Käse, 54% Fett2,3
Gruyere, Käse, 43% Fett2,7
Hackfleisch6,7
Hartkäse76,3
Hasenkeule0,1
Hering (Atlantik)0,1
Hühnerbrust8,9
Hühnerei33
Hühnerei, Eigelb32,1
Hühnerei, Eiweiß0,9
Hühnerleber80
Hühnerschenkel8,5
Hummer0
Hüttenkäse0,4
Joghurt, 3,5% Fett0,34
Kabeljau1,3
Kalbsleber89
Kräuterfrischkäse40
Kuhmilch, 3,5% Fett0,9
Kuhmilch, fettarm0,2
Kuhmilch, Magermilch0,1
Kuhmilch, Rohmilch0,36
Lachs0,5
Limburger, Käse, 36% Fett2,3
Magerquark1,2
Makrele0,5
Mozarella, Käse, 25% Fett2,3
Natto1103
Natto, bacillus subtilis1400
Parmesan, Käse, 28% Fett1,9
Rehrücken0,7
Ricotta, Käse, 32% Fett1,1
Rinderleber74
Rindfleisch, Muskel1,1
Salami9,0
Sauerkraut4,8
Schlagsahne5,4
Scholle2,2
Schweinesteak2,7
Schweineleber0,3
Speisequark, 40% Fett i. Tr.50
Sprotte2,1
Weichkäse57
Yoghurt, fettarm0,1
Yoghurt, voll0,9
Die in der Tabelle angebenden Werte können je nach Bodenqualität, Sorte, Klima, Erntezeit, Verarbeitung, Zubereitung und Art der Landwirtschaft teilweise um mehr als 100% variieren und dienen daher nur der groben Orientierung.

Vitamin K Arten in Lebensmitteln

Die folgende Vitamin-K-Tabelle zeigt die Verteilung der unterschiedlichen Vitamin-K-Arten in ausgewählten Lebensmitteln:

LebensmittelK1MK-4MK-5MK-6MK-7MK-8MK-9
Aal0,31,700,10,400
Apfel3,0000000
Banane0,3000000
Broccoli156000000
Butter14,915,000000
Buttermilch00,20,10,10,10,61,4
Entenbrust1,93,600000
Erbsen, grün36000000
Frischkäse0,30,40,10,20,35,118,7
Frühstücksfleisch3,97,700000
Gänseleberpastete10,936900000
Gänseschenkel4,131,000000
Garnele0,1000000
Grünkohl817000000
Hackfleisch2,46,700000
Hartkäse10,44,71,50,81,316,951,1
Hasenkeule4,80,100000
Hering0,1000000
Hühnerbrust08,900000
Hühnereigelb2,131,400,7000
Hühnereiweiss00,900000
Hühnerschenkel08,500000
Lachs0,10,500000
Makrele2,20,400000
Natto34,707,513,899884,10
Orange0,1000000
Rehrücken2,00,700000
Rindfleisch0,61,100000
Salami2,39,000000
Sauerkraut25,10,40,81,50,20,81,1
Schlagsahne5,15,400000
Scholle00,200,30,11,60
Schweineleber0,20,300000
Schweinesteak0,32,1000,51,10
Spinat387000000
Vollmilch0,50,80,10000
Weichkäse2,63,70,30,51,011,439,6
Yoghurt, fettarm000000,10
Yoghurt, voll0,40,60,1000,20

Vitamin K Überdosierung (Hypervitaminose)

Eine Vitamin-K-Hypervitaminose ist bislang nicht bekannt. Selbst extrem hohe Dosierungen von Vitamin K (45mg K1 oder K2) führen nicht zu einer erhöhten Thrombosegefahr oder anderen nachteiligen Nebenwirkungen. In Japan wird Osteoporose standardmäßig und langfristig mit einer Dosis von 15-135mg MK-7/Tag behandelt, ohne dass bisher schädliche Nebenwirkungen bekannt wurden.

Vitamin K Baby

Neugeborene Babys neigen besonders zu Vitamin K Mangel, insbesondere wenn sie gestillt werden. Deshalb bekommen Babys zur Vorbeugung von Vitamin-K-Mangel-Blutungen standardmäßig oral 3 x 2 mg Vitamin K1 (2 mg K1 als Tropfen gleich nach der Geburt, 2 mg am 3-10. Tag, 2 mg mit 4-6 Wochen, Quelle GNPI). Dies wäre bezogen auf einen 70kg schweren Erwachsenen eine Tageszufuhr von 40mg Vitamin K1. Eine intravenöse Verabreichung von Vitamin K bei Babys ist nicht zu empfehlen, da eine orale Gabe dieselbe Wirkung erreicht. Babys sollten in keiner Weise unnötig verletzt werden, weil dies meist irreversible psychische Schäden hinterlässt. Abgesehen davon wurden bei solchen Injektionen gravierende körperliche Nebenwirkungen beobachtet.

Vitamin-K-Synergiesmen 

Die Wirkung von Vitamin K lässt sich durch Vitamin D, Vitamin C, Magnesium, Calcium und Bor erheblich verstärken, da all diese Vitalstoffe synergistisch zusammenwirken, um den Stoffwechsel zu optimieren und Körper, Geist und Seele möglichst fit, gesund, leistungsfähig und fröhlich zu halten. Von Synergismus spricht man dann, wenn das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist. Und genau das ist bei Vitamin K und den oben genannten Vitalstoffen der Fall. Die Synergieeffekt der oben genannten Vitamine und Mineralstoffe wird in der aktuellen Forschung zunehmend erkannt. Führende Forscher empfehlen deshalb, künftige Interventionsstudien nicht auf eines der Vitamine zu beschränken, sondern die kombinierte Wirkung auf den Stoffwechsel und die Gesundheit zu untersuchen (Torbergsen et al. 2015).

Vitamin K2 + D3

Eine Vitamin-D-Zufuhr, insbesondere bei Megadosen größer als 10.000 Einheiten pro Tag, scheint die Vitamin-K-Speicher schnell zu entleeren und vitamin-K-typische Mangelerscheinungen auslösen (Arterienverkalkung, Nierensteine, Hyperkalzämie, …). Pro 4000 Einheiten zusätzlich aufgenommenem Vitamin D3 sollten zusätzlich 100-200 μg Vitamin K2 als MK7 in der all trans Form zugeführt werden. Vitamin D3 K Kombinationspräparate gibt es heute schon auf dem Markt. Besser ist es meist, D3 und K2 Nahrungsergänzungsmittel in getrennter Form zu kaufen und nach der Mahlzeit einzunehmen.

All-trans Vitamin K

Die Doppelbindungen in der Seitenkette von Vitamin K liegen in der Natur alle in der „trans“ Form vor, wie die Abbildung am Anfang des Artikels zeigt. Synthetisch hergestelltes Vitamin K, das „cis“-Doppelbindungen enthält, ist biologisch unwirksam oder sogar schädlich.

Vitamin K2 kaufen

Achten Sie deshalb beim Kauf von Vitamin-K-Präparaten auf die „all-trans“ Form, d. h. alle Doppelbindungen liegen in der trans-Form vor. Nur dann erhalten Sie das biologisch wirksame Vitamin K.

Fazit und Empfehlung zu Vitamin K

Die epidemieartige Verbreitung nahezu aller chronischen Krankheiten ist mit einem versteckten Vitamin-K-Mangel verbunden, der durch gesunde Ernährung oder Nahrungsergänzung leicht behoben werden kann. Die hier über Vitamin K beschriebenen Forschungsergebnisse sind jedoch so aktuell, dass sie trotz ihres hohen diagnostischen und therapeutischen Nutzens den meisten praktizierenden Ärzten unbekannt sind. So findet sich in der Leitlinie (2014) für Osteoporose-Therapie des Dachverbands für Osteologie (DVO) kein Hinweis auf Vitamin-K zu Ursache, Diagnose, Therapie oder Prävention der Volkskrankheit Osteoporose. Bei allen anderen chronischen Krankheiten liegt der Fall ähnlich. Eine tägliche Nahrungsergänzung mit 200-400 μg Vitamin K2 Mk7 erscheint vor dem Hintergrund der hier geschilderten Forschungsergebnisse sinnvoll ist aber kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Bei zusätzlicher Einnahme von Vitamin D3 sollte die Vitamin K2 MK-7 Zufuhr erhöht werden (pro 5000 IE D3/Tag zusätzlich 100  μg Vitamin MK-7). Wenn Sie den Artikel „Vitamin K2 ist lebensnotwendig“ gefallen hat, freue ich mich über Ihre Empfehlung Ihren Kommentar und Ihre Unterstützung in Form der Nutzung dieses Amazon-Links bei Ihren künftigen Bestellungen.

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