Intermittierendes Fasten

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Durch intermittierendes Fasten abnehmen

Intermittierendes Fasten kann die Fettverbrennung beschleunigen, weil der Stoffwechsel seine Energie während der Fastenzeit nicht mehr aus der zugeführten Nahrung erzeugen kann, sondern gezwungen wird, körpereigene Energiereserven zu mobilisieren und seine angelegten Fettdepots zu verbrennen.

Wenn das Zeitfenster der täglichen Nahrungszufuhr bei 8 Stunden liegt oder kleiner ist, wie zum Beispiel beim 16 Stunden fasten, erhöht sich zusätzlich der tägliche Kalorienverbrauch. Deshalb kann man durch intermittierendes Fasten abnehmen.

Intervallfasten hat gegenüber einer Diät einen großen Vorteil:

Man muss beim Teilzeitfasten nicht Wochen oder gar Monate lang hungern oder essen, was einem nicht schmeckt.

Man braucht nur seinen Essrhythmus zu ändern.

Wer sich während der Essensperioden allerdings mit ungesunder Nahrung vollstopft und literweise Cola trinkt, nimmt natürlich nicht so schnell ab, wie jemand, der sich maßvoll und gesund ernährt.

Die Gewichtsreduktion beim Intervallfasten ist zwar nicht so groß wie bei Crash-Diäten oder Nulldiäten, dafür aber nachhaltig, weil intermittierendes Fasten den Jo-Jo-Effekt ausgetrickst. Und was nützt Dir die beste Diät, wenn Du nur wenige Monate danach noch dicker ist als vor der Diät?

Abnehmen ohne JoJo-Effekt

Intermittierendes Fasten Jo-Jo-Effekt

Attischer Knabe beim Jo-Jo-Spiel 440 v. Chr.

Der JoJo-Effekt bewirkt, dass man nach einer Diät extrem schnell Fett ansetzt. Denn die meisten Diäten veranlassen den Hungerstoffwechsel dazu, ein Stoffwechselprogramm zu aktivieren, das den täglichen Kalorienverbrauch durch Verlangsamung des Stoffwechsels um bis zu 800kcal reduzieren kann und das Verhalten und die Stimmungslage derart manipuliert, dass es beinahe unmöglich ist, das reduzierte Gewicht nach der Diät zu halten.

Dieser metabolische, ja geradezu diabolische Effekt endet nicht mit dem Ende der Diät, sondern dauert meist so lange an, bis die mühsam abgehungerten Fettdepots wieder voll sind, auch wenn dies Jahre dauern sollte. Deshalb ist der qualvoll abgehungerte Bauchspeck oder das Hüftgold nur wenige Wochen nach einer Diät meist wieder da, wo er war.

Zusätzlich sorgt der Hungerstoffwechsel auch noch dafür, dass man noch dicker wird als vor der Diät, um künftige Hungerperioden besser überstehen zu können.




Der Jojo-Effekt wird aber meist erst dann aktiviert, wenn der Nahrungsmangel 2-3 Tage lang andauert.

Intermittierendes Fasten umgeht die Aktivierung des Jo-Jo-Effektes, da die Fastenintervalle nicht länger als 24 Stunden andauern. Deshalb ist das Risiko einer dauerhaften Verlangsamung des Stoffwechsels durch intermittierendes Fasten gering und die erreichte Gewichtsreduktion in der Regel nachhaltig.

Abnehmen ohne Hunger

Abnehmen ohne Hunger, das wünschen sich alle. Nur scheitert dieser Wunsch oft in der Realität.

Wie steht es mit den Hungergefühlen beim intermittierenden Fasten? Kurze Antwort:

Abnehmen ohne Hunger funktioniert mit intermittierendem Fasten besser als mit jeder anderen Diät!

Warum kann man mit Intervallfasten ohne Hunger abnehmen?

Hier sind einige Gründe:

  1. Beim Teilzeitfasten brauchst Du zum Abnehmen nicht wochenlang ununterbrochen zu hungern, weil die Kalorienrestriktion beim intermittierenden Fasten anders als bei allen Diäten nur auf wenige Stunden am Tag begrenzt ist.
  2. Du kannst Dich beim Intervallfasten jeden Tag satt essen. Das gibt es bei keiner Diät. Es gibt keine verbotenen Lebensmittel, keine Formula-Diät, die nicht schmeckt, keine fragwürdigen Abnehmriegel … Du kannst essen und trinken, was und wieviel Du willst.
  3. Hungergefühle hängen von der Dauer der Fastenperioden ab und genau die lassen sich beim Teilzeitfasten an die persönlichen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten anpassen lassen.
  4. Wenn zu Beginn des intermittierenden Fastens dennoch Hungergefühle auftreten sollten, lassen diese nach erfolgter Stoffwechselumstellung innerhalb weniger Tage nach und verschwinden meist ganz.
  5. Intermittierendes Fasten fördert die Bildung körpereigener Signal- und Botenstoffe, die Hungergefühle reduzieren.
  6. Intervallfasten verringert die berüchtigte Leptinresistenz. Leptin ist ein wichtiges Sättigungshormon, das den Appetit kontrolliert. Die meist gemeinsam mit Übergewicht auftretende Leptinresistenz verhindert das Sättigungsgefühl.

Und wenn der Hunger dennoch kommt, lässt er sich durch ein paar einfache Tipps austricksen:

10 Tipps gegen Hunger

  1. Zucker ist eine Droge mit hohem Suchtpotential und tödlichen Gesundheitsrisiken. Zucker führt zu Heißhungerattacken. Zuckerfreie Kost und zuckerfreie Getränke ohne Süßstoffe können Hungergefühle wirksam reduzieren (Süßstoffe regen den Appetit an).
  2. Isolierte Kohlenhydrate (Weißmehlprodukte, viele Fertiggerichte) führen ähnlich wie Süßspeisen und gezuckerten Limonaden zu starken Blutzuckerschwankungen, die unbändige Hungergefühle auslösen können, obwohl der Körper noch mehr als genug Energiereserven hat. Außerdem entziehen sie dem Körper wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Wer weniger Hunger haben will, sollte isolierte Kohlenhydrate durch natürliche Vollwertprodukte ersetzen.
  3. Eine gesunde ballaststoffreiche Ernährung kann Hungergefühle wirksam verhindern.
  4. Eine schrittweise Erhöhung der Fastenperioden verhindert Hungergefühle, weil der Stoffwechsel genügend Zeit für die Umstellung hat.
  5. Natürliche Appetitzügler können Hungergefühle effektiv reduzieren.
  6. Jede Form körperlicher Aktivität, insbesondere Sport, beseitigt Hungergefühle sehr effektiv.
  7. Freude, Spiele, Begeisterung, Verliebtsein und Sex können Hunger und Appetit wirksam unterbinden.
  8. Wasser oder Tee trinken kann Hungergefühle deutlich verringern und den Stoffwechsel anregen, insbesondere Ingwertee oder grüner Tee.
  9. Proteinreiche Mahlzeiten haben eine hohen und lang anhaltenden Sättigungseffekt und beugen Hungergefühlen wirksam vor.
  10. Genieße das langsame Essen mit voller Aufmerksamkeit ohne jede Ablenkung im Sitzen. Kaue jeden Bissen 20 Mal, bevor Du ihn hinunterschluckst.

Abgesehen davon ist Hunger ein natürliches Gefühl, das zum Leben dazu gehört, auch wenn Hunger  in den Industrieländern durch die permanente Verfügbarkeit energiereicher Nahrungsmittel immer mehr in Vergessenheit gerät. Hungergefühle weisen darauf hin, dass der Stoffwechsel damit beginnt, den Körper zu regenerieren und zu verjüngen, solange man nicht unterernährt ist. Es schadet also nicht, die eigene Hungertoleranz zu erhöhen.

Abnehmen ohne Diät

Abnehmen ohne Diät ist eine weitere Besonderheit am intermittierenden Fasten. Denn beim Intervallfasten geht es nur um eine Verlagerung der Essenszeiten und nicht darum, was oder wie viel Du isst. Kalorienzählen ist beim Intervallfasten nicht nötig.

Natürlich kannst Du schneller abnehmen, wenn Du Dich gesund ernährst und Dich bei den Mahlzeiten nicht jedesmal vollstopfst. Aber das ist allein Deine Sache.

Wenn Du die Fettverbrennung beschleunigen willst, brauchst Du nur die Fastenperioden im Rahmen der Regeln des intermittierenden Fastens zu verlängern, Dich gesünder ernähren und mehr Sport machen.

Intermittierendes Fasten ohne Fastenkrisen

Fastenkrisen können beim Heilfasten auftreten. Beim Heilfasten fastet man mindestens 5 Tage bis zu mehreren Wochen unter vollständigem Verzicht auf kalorienhaltige Nahrung. Dabei kommt es zu einer harten Aktivierung des Hungerstoffwechsels, der den Jojo-Effekt aktiviert und unter bestimmten Umständen Fastenkrisen auslösen kann.

Aber was sind eigentlich Fastenkrisen? Als Fastenkrise bezeichnet man das mehr oder weniger starke Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome:

Fastenkrisen – 9 Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Kreislaufprobleme (Schwindelgefühle, …)
  • Schwächegefühle
  • Konzentrationsmangel
  • Leichte Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Hautausschläge / Ekzeme
  • Heißhungerattacken

Fastenkrisen – 6 Ursachen

  1. Ein ausgeprägter Mikronährstoffmangel (Mineralstoffmangel, Vitaminmangel, Salzmangel, Elektrolytmangel)
  2. Wassermangel ist eine der Hauptursachen von Kopfschmerzen.
  3. Eine hohe Belastung mit fettlöslichen Schadstoffen, die im Fettgewebe abgelagert wurden und durch die Auflösung der Fettdepots ins Blut gelangen und so Vergiftungssymptome auslösen können. Giftige Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber …) lassen sich durch schwefel- oder seelenhaltige Lebensmittel binden und ausscheiden. Andere Giftstoffe (Drogen- und Medikamentenrückstände, Pflanzenschutzmittel, Umweltgifte, Dioxin …), können durch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel neutralisiert und ausgeschieden werden.
  4. Der abrupte Verzicht auf Kaffee oder andere koffein- oder teeinhaltige Getränke zu Beginn des intermittierenden Fastens kann zu Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen führen. Ungesüßter Kaffee ohne Milch oder Grüntee – beide möglichst aus biologischem Anbau – können hier Abhilfe schaffen.
  5. Die Aktivierung des Hungerstoffwechsels kann in den ersten 3-4 Tagen aufgrund des sinkenden Blutzuckerspiegels leichte Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme aufgrund von Unterzuckerung verursachen, die nach der Stoffwechselumstellung auf Fettverbrennung verschwinden sollten.
  6. Sauerstoffmangel durch zu flaches Atmen über eine längere Zeit ist eine übliche Stressreaktion, die zu Kopfschmerzen und anderen Stresssymptomen führen kann. Die regelmäßige Überprüfung der Atmung, genügend Erholungspausen, ein stressreduziertes Umfeld, die Erhöhung der eigenen Stresstoleranz und regelmäßige Bewegung / Sport können hier Abhilfe schaffen.

Fastenkrisen vermeiden

Beim intermittierenden Fasten fastet man höchstens 24-36 Stunden am Stück. Mehr als 24 Stunden fasten sind nicht zu empfehlen, weil das Risiko der Aktivierung des JoJo-Effektes dann stark anwächst. Deshalb sind Fastenkrisen beim Intervallfasten äußerst selten.

Wenn die oben genannten Symptome dennoch auftreten sollten, treten sie nur in stark abgeschwächter Form auf und lassen sich leicht vermeiden, indem man

  1. die oben genannten Ursache für Fastenkrisen vermeidet,
  2. die unten beschriebenen Regeln des intermittierenden Fastens einhält,
  3. die Fastendauer verkürzt, um dem Stoffwechsel mehr Zeit für die Umstellung auf die Verstoffwechselung von Ketonkörpern zu geben,
  4. während der Fastenperioden nicht auf die Kalorienzufuhr verzichtet, sondern gerade zu so viel Kalorien zu sich nimmt, dass die Symptome verschwinden oder zumindest leicht erträglich sind.

Du brauchst beim Intervallfasten also keine Angst vor Fastenkrisen zu haben.

Finde auf der 3. Seite des Beitrags „Intervallfasten“ heraus, ob intermediäres Fasten gesund ist, was die Wissenschaft zum Intervallfasten sagt, welchen Einfluss intermittierendes Fasten auf Cholseterinwerte, Bluthochdruck, Cholesterinwerte, Diabetes, neurodegenerativen Erkrankungen oder die Intelligenz hat und wer auf keinen Fall intermittierendes Fasten praktizieren sollte …




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